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23.03.2021 | 05:55

Vom Rohstoffboom profitieren – BYD, Sunmirror AG, Platinex, Volkswagen AG

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Bildquelle: pixabay.com

Die erneuerbaren Energien Photovoltaik und Windenergie nehmen einen immer größeren Stellenwert in der Stromproduktion in Deutschland ein. Ohne diese beiden Hauptenergieträger des stetig wachsenden „grünen“ Energiemixes würde die E-Mobilität auf keinen grünen CO2-neutralen Zweig gelangen. Erstmalig in der Geschichte Deutschlands wurde 2020 mehr als die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt. Es fehlt bisher noch an einer effizienten und wirtschaftlichen Speicherung dieser gewonnenen Energie. Diese ist aber für eine Industrienation wie Deutschland aber unverzichtbar. Das ist auch die Voraussetzung, um die Stromgewinnung aus Kohle oder Erdgas reduzieren zu können. Diese Unternehmen profitieren von dem Trend der E-Mobilität und der Rohstoff und Energienachfrage direkt und indirekt.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann


 

SunMirror – Ohne Rohstoffe, Keine Batterien, Keine E-Mobilität

Das Schweizer Unternehmen SunMirror (WKN: A2JCKK ISIN: CH0396131929 Ticker: ROR) hat sich in der Vergangenheit an verschiedenen Projekten rund um Gold, Eisen und kritische Technologiemetalle beteiligt. Darunter fallen Lithium, Kobalt, Nickel oder auch Vanadium und Zinn. Durch die hohen Zinn- und Lithiumpreise will das Unternehmen dieses Jahr das australische Moolyella-Projekt vorantreiben. Dort wurde bereits auf dem 96 qkm großen Gebiet in ersten Proben das Vorhandensein von hochanomalem Lithium, Tantal und Zinn nachgewiesen. Zinn wird z.B. in der Halbleiterindustrie stark nachgefragt. Die Nachfrage aus diesem Segment ist ungebrochen und Millionen von Autos werden 2021 nicht produziert werden können, weil die Nachfrage nach Chips und Relays derzeit nicht befriedigt werden kann. Durch Exploration soll Moolyella nachhaltig erforscht und in den kommenden Jahren entwickelt werden.

Ein weiteres Explorationsprojekt des Unternehmens in Australien ist Kingston Mt. Keith. Das liegt in Westaustralien und umfasst die Bodenschätze Gold und Nickel. Das dritte Explorationsgebiet ist Cape Lambert, ebenfalls in Westaustralien im sogenannten Eisengürtel. In 2021 und 2022 sollen diese Gebiete erkundet und durch Exploration wertvoller gemacht werden.
Doch nicht nur in Australien sind die Schweizer aktiv. Auch im Rohstoffreichen Finnland hat SunMirror bereits seine Fühler ausgestreckt und sucht dort neue Investitionsmöglichkeiten. Nur wenig hört man auf dem Kapitalmarkt aus diesem nordischen Land und wenn dann nur in der Verknüpfung mit Nokia. Da das Land nur wenige Investoren auf dem Anlageschirm haben, könnte es dort interessante Ankaufgelegenheiten geben.

Platinex – Milliardenpotential

Der kanadische Goldexplorer Platinex (WKN: A0MVNG ISIN: CA72765P1080 Ticker: 9PX) konzentriert sich in 2021 auf die Explorationsarbeiten auf dem Goldprojekt Shining Tree in der Goldprovinz Abitit in Ontario. Das Unternehmen geht davon aus, dass auf den 21.720 Hektar umfassenden Grundstück mehrere Millionen Unzen große Lagerstätten an Gold liegen könnten. Dass dies nicht ausgeschlossen werden kann, liegt daran, dass in unmittelbarer Nachbarschaft IAMGOLD (WKN: 899657 ISIN: CA4509131088 Ticker: IAL) und auch ARIS Gold aktiv sind. Allen drei Unternehmen ist gemeinsam, dass über die dortigen Grundstücke die Ridout- Tyrell Verwerfungszone verläuft. IAMGOLD hat auf dem dortigen Cote Gold Projekt bereits ca. 2 Milliarden USD Gold ausgewiesen, sofern ein Goldpreis von 1.700 USD unterstellt wird. Daher ist die Annahme von CEO Greg Ferron plausibel, wenn auch auf dem unternehmenseigenen Grundstück Shining Tree ein Tier-1-Produzent entstehen könnte.

Gerade hat das Unternehmen die Phase 1 des diesjährigen Bohrprogramms gestartet. Das 1.000 Meter umfassende Bohrprogramm soll die Evelyn Goldvene anbohren. Nach Abschluss und Auswertung der Bohrkerne soll dann die Phase 2 initiiert werden und das 10.000 Meter Bohrprogramm starten. Hier werden die auf dem Gelände befindlichen historischen Minen aus den 1940er Jahre bebohrt werden. Da die Aktie noch kaum jemand auf dem Schirm hat und sie daher fast vollständig unentdeckt ist, sollte eine erste Position bei aktuellen 0,03 Euro je Aktie aufgebaut werden.

BYD – unterschätzter Gigant

Knapp 37 Prozent korrigierte die BYD Aktie (WKN: A0M4W9 ISIN: CNE100000296 Ticker: BY6) seit Ende Januar 2021 bis zum 09.03.2021. Seitdem ging es wieder 10 Prozent aufwärts und die Aktie notiert derzeit bei 20,58 Euro je Aktie. Was viele Marktakteure bei BYD unterschätzen, ist das ungeheure Geschäftspotential von E-Bussen und E-Trucks. Die vertikale Integration des Unternehmens verschafft BYD einen enormen Kostenvorteil vor der Konkurrenz, die sämtliche Produkte auf dem Markt einkaufen und dann in ihren Werkshallen zusammensetzen und veredeln müssen. Bei Lieferengpässen, wie z.B. von Chips oder Batteriezellen, haben die meisten Unternehmen mit einem Produktionsausfall zu rechnen, was aktuell auch die deutschen Autobauer zu spüren bekommen.

BYD hat bereits 19.871 Elektro-Autos im Januar 2021 und 20.927 im Februar 2021 verkauft. Auch der Busmarkt war für BYD sehr gut. Allein 2020 wurden über 50.000 E-Busse in China ausgeliefert. Damit ist das Unternehmen in diesem Segment die Nummer 2 nach Yutong. Der weltweite Neufahrzeugmarkt für Vans und Busse beträgt 775 Milliarden USD, Sattelschlepper ca. 350 Milliarden USD und für PKW’s ca. 1.700 Milliarden USD. Auch wenn aktuell nur ca. 3 Prozent der Neuwagen mit E-Antrieb ausgeliefert worden sind, soll bis 2030 bereits 50 Prozent ausmachen.

Volkswagen – Die neue Tesla?

Seit dem Power-Day von Volkswagen (WKN: 766403 ISIN: DE0007664039 Ticker: VOW3) letzte Woche Montag, den 15.03.2021, kennen die Stammaktien kein Halten mehr. Auch die Vorzugsaktien stiegen deutlich an und notieren mit 237,60 Euro nur noch 25 Euro unter dem Allzeithoch vom März 2015. Ähnlich wie Tesla seinem Battery-Day wendet Vorstandsvorsitzender Diess mit dem Volkswagen Power-Day das gleiche Konzept wie Elon Musk an und es funktioniert. Auch das klare Statement, sich auf die E-Mobilität zu fokussieren und keine neuen Verbrennungsmotoren mehr zu entwickeln, nahm der Kapitalmarkt begeistert auf.

Da die Volkswagen Aktie in den USA aber über ADR’s gehandelt wird, wo Stammaktien der Volkswagen AG unterlegt sind, stiegen diese Papiere auf Grund der US-amerikanischen Nachfrage besonders deutlich an. Das 2015er Hoch wurde bereits herausgenommen und die Stammaktien notieren am heutigen Dienstag früh bei 321,80 Euro je Aktie. Doch das Allzeithoch der Stämme aus 2009 lag bei über 1.000 Euro und da wäre noch 300 Prozent Anstieg Platz, um dieses wieder zu erreichen.


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„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, die anderen setzen Segel.“ lautet ein gern zitiertes Sprichwort. Während Berlin das Bundesgebiet im Dauerlockdown halten will, haben viele Staaten auf der Welt den Lockdown und sämtliche Einschränkungen für die Bevölkerung und Wirtschaft schon zurückgenommen. Die deutsche Exportwirtschaft hält derzeit noch einigermaßen die Umsatzzahlen hoch, aber auch nur weil die Tochterunternehmen z.B. in China die deutlichen Umsatzausfälle aus den EU-Märkten teilweise überkompensieren. Auch der langfristigen Phantasie- & Perspektivlosigkeit der deutschen Politik setzt China seit 2013 mit dem Seidenstraßenprojekt „One Belt, One Road“ (OBOR) eine Jahrhundertvision für den Austausch von Wissen und Waren entgegen. Diese OBOR-Initiative sorgt bei allen beteiligten Ländern für wirtschaftlichen Aufschwung und liefert damit gerade in der globalen Wirtschaftskrise einen starken Hoffnungsschimmer. Ob es Berlin, Brüssel oder Washington passt oder nicht, spielt für Chinas Strategen dabei keine Rolle.

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Kommentar vom 20.03.2020 | 08:10

Kursmuster an den Finanzmärkten wiederholen sich. Diese zu finden kann sehr lukrativ sein und genau das war bei Volkwagen der Fall. Je nach Struktur des Musters ergeben sich dann daraus langfristige Entscheidungsgrundlagen für Aktien, selbige zu kaufen oder zu verkaufen. Denn es ist wichtig zu wissen, ob sich ein Markt, Index oder Aktie in einer mehrjährigen Korrektur oder in einem mehrjährigen Aufwärtstrend befindet. Die Aktie von Volkswagen liefert dabei bereits 2015 einen wesentlichen Hinweis.

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