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07.04.2021 | 05:45

Rasantes Wachstum – Nordex, BYD, Nevada Copper

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Bildquelle: pixabay.com

Die Energiewende mit dem Ausbau von erneuerbarer Energie wird in der EU, aber auch in den USA, Kanada und Großbritannien forciert vorangetrieben. Damit einhergehend steigt der Verbrauch von Rohstoffen wie Kupfer und Seltenen Erden deutlich an. Allein in Deutschland stehen über 29.600 Windkraftanlagen auf dem Festland mit einem Zubau in 2020 von 420 Neuanlagen. Dabei wird für die Produktion moderner Windkraftanlagen bis zu 30 Tonnen Kupfer je Anlage inkl. Anschluss an das Stromnetz verbraucht. Aber auch der Kupferverbrauch in den Häusern, wie bei der E-Mobilität legt rasant zu. E-Autos brauchen je nach Modell doppelt bis dreimal so viel Kupfer wie Autos mit Verbrennungsmotor. Der Verbrauch in Eigenheimen ist in den letzten 30 Jahren um ca. 56 Prozent angestiegen. Mittlerweile beträgt der durchschnittliche Kupferanteil je Haus (Stand 2020) ungefähr 244 kg Kupfer. Der Kupferverbrauch wächst immer rasanter.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Nevada Copper – Produktion fährt hoch

Kupfer im Boden durch Exploration und wirtschaftlich abbaufähige Mengen nachzuweisen, schaffen nur die wenigsten Explorer. Auch der anschließende Prozess, daraus auch eine produktionsfähige Mine zu entwickeln, ist nicht nur komplex, sondern auch durch geologische Unwägbarkeiten sehr anspruchsvoll. Das mussten auch die Aktionäre von Nevada Copper (WKN: A0MK4X ISIN: CA64128F1099 Ticker: ZYT) in den letzten Jahren schmerzlich erfahren. Doch seit Ende 2020 hellte sich der Ausblick bei Nevada Copper jeden Monat weiter auf. Mitte März 2021 kam dann der Durchbruch. Der Förderschacht des Hauptschachtes der Pumpkin Hollow Mine in Nevada ist in Betrieb genommen worden und kann nun bis zu 5.000 Tonnen Kupfererz pro Tag ans Tageslicht fördern.

Bis Ende des zweiten Quartals 2021 sollen dann auch die letzten Ausrüstungen planmäßig unter Tage installiert sein. Bis Ende des dritten Quartals 2021 sollen zudem zwei große permanente Oberflächenlüfter die Frischluftzufuhr für den Untertageabbau erweitern. Damit manifestiert sich die im November 2020 begonnene Trendwende bei Nevada Copper und das Umsatzvolumina bei den Aktien ist in den letzten sechs Monaten bereits signifikant gestiegen. Auch dies untermauert den Trendwechsel. Aktuell wird die Aktie noch bei 0,175 CAD bzw. 0,116 Euro gehandelt und dieser Preis sollte für den langfristigen Einstieg genutzt werden.

Nordex – 5–Jahreshoch

Der Windkraftanlagenbauer Nordex (WKN: A0D655 ISIN: DE000A0D6554 Ticker: NDX1) ist in Rostock ansässig und akquiriert weltweit Aufträge für seine Festland-Windkraftanlagen. Die letzten beiden Aufträge für einmal 38 und einmal 11 Anlagen kam aus Zentralspanien und soll nach Fertigstellung zum einen 182,4 Megawatt und zum anderen 50 Megawatt produzieren. Für den Auftrag aus Spanien gibt es einen anfänglichen Zwei-Jahres-Service-Vertrag. Dass weitere Aufträge aus Spanien folgen werden, ist fast ausgemachte Sache, denn die spanische Regierung will bis 2030 die spanische Stromgewinnung zu 74% aus erneuerbaren Energien erzeugen. Daraus ergibt sich ein erneuerbarer Energiebedarf von mindestens 22 Gigawatt. Auch aus Litauen kam ein Auftrag für 14 Windenergieanlagen mit insgesamt 63 Megawatt, die in 2022 errichtet werden sollen.

Würden diese nur mit Windkraftanlagen auf dem spanischen Festland abgedeckt werden, so müssten bei ca. 5 MW je Anlage mindestens noch 4.400 Windkraftanlagen gebaut werden. Zum heutigen Mittwoch, den 07.04.2021 notiert die Aktie bei 27,56 Euro und erreicht ein neues 5-Jahreshoch. Nun ist der Kurs in den Widerstandsbereich von 28,00 bis 30,20 Euro vorgedrungen. Hier dürfte es vorrübergehend zu Gewinnmitnahmen kommen, ehe die Aktie die Aufwärtsbewegung fortsetzt. Ein enger StopLoss sollte gesetzt werden bzw. Teilgewinne gesichert werden. Von Neuinvestments wird im Moment abgeraten und es sollten die Geschäftszahlen vom 12. Mai 2021 abgewartet werden.

BYD – Erwartungen sinken

Der e-Mobilitätskonzern BYD (WKN: A0M4W9 ISIN: CNE100000296 Ticker: BY6) aus China produziert bereits 30.000 batteriebetriebene Elektroautos pro Monat. Ein Drittel davon macht allein der Absatz der Elektrolimousine HAN aus, der die chinesische obere Mittelklasse anspricht. Das Erfolgsrezept des chinesischen Konzerns ist im Vergleich zu den Wettbewerbern, die auf Lithium-Ionen-Batterien setzen, die Fokussierung auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien. Das ermöglicht hohe Reichweiten bei ordentlich PS. Der BYD HAN fährt in der Spitze bis zu 605 km weit und hat ein bis zu 494 PS starkes Antriebssystem. Ein weiterer Vorteil der Lithium-Eisenphosphat-Batterien gegenüber den Lithium-Ionen-Batterien soll eine bis zu fünf Mal höhere Zyklenfestigkeit sein. Damit halten diese Batterien nicht nur deutlich länger, sondern können auch noch nahezu vollständig recycelt werden.

Auch die Wahrscheinlichkeit des Ausbrennens des Autos wird drastisch reduziert im Vergleich zu Modellen der Wettbewerber. Dennoch reduzieren die Analysten von der Bank of America Securities die Gewinnerwartungen für 2021 um 15,8 Prozent und auch die Prognose für 2022 wurde um 9,8 Prozent zurückgenommen. Das wird damit begründet, dass die geplanten Kapazitätsausweitungen zu optimistisch sind und damit auch die Kosten über den Erwartungen bleiben werden. Daher wird das Kursziel auf 210 HKD (23,19 Euro) reduziert, liegt aber noch 18,5% oberhalb des aktuellen Kurses von 177,50 HKD bzw. 19,57 Euro je Aktie.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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„Noch nie waren so viele so sehr wenigen ausgeliefert.“ Dieses Zitat stammt von dem englischen Schriftsteller Aldous Huxley (1894 – 1963) und passt auch hervorragend in die heutige Zeit. In seinem dystopischen Roman „Schöne neue Welt“ herrscht weltweit Frieden, nur müssen alle Menschen auf Freiheit und die Kultur verzichten. Wer aber in der heutigen Zeit nicht auf Freiheit und Kultur verzichten will, der sollte beobachten, was um ihn herum passiert und entscheiden, ob sich daraus ggf. Trends entwickelt haben oder entwickeln könnten. Auf diese Trends kann dann jeder über die Börse setzen und sie im eigenen Portfolio umsetzen und damit ohne viel Tradingaktivität langfristig profitieren.

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Kommentar vom 31.03.2021 | 05:45

Mit Forcierung der Energiewende in Deutschland aber auch weltweit ist der Verbrauch von Rohstoffen wie Kupfer und seltenen Erden drastisch angestiegen. Allein eine moderne Windkraftanlage benötigt in der Produktion nebst der nötigen Infrastruktur zum Anschluss der Anlage bis zu 30 Tonnen Kupfer. In Deutschland sind bereits ungefähr 400.000 Tonnen Kupfer für die Windenergie verbaut worden. Aber auch jedes neues bzw. saniertes Haus steigert den Kupferverbrauch deutlich. Wurden in 1990 noch ca. 156 kg je Haus an Kupfer verwendet, ist der durchschnittliche Kupferanteil je Haus im Jahre 2020 um 56% auf ca. 244 kg Kupfer angestiegen. Auch die e-Mobilität treibt die Kupfernachfrage an, denn ein E-Auto braucht im Schnitt fast dreimal so viel Kupfer wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.

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Kommentar vom 22.03.2021 | 05:55

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Zur selben Zeit drohte der US-Außenminister Antony Blinken bei einem Treffen in Japan mit dem Verteidigungsminister der Volksrepublik China: „Wir werden, falls nötig, zurückschlagen“, sollte China einseitige Maßnahmen im ostchinesischen Meer umsetzen. Diese Drohungen der USA für einen nächsten möglichen Krieg/Stellvertreterkrieg werden die angespannte Situation an den Rohstoffmärkten verstärken und zu einem weiteren Anstieg der Rohstoffpreise wie z.B. Seltene Erden (Rare Earth) oder Technologiemetalle führen. Wie davon profitieren und läuft in Washington bereits der Countdown für den nächsten Krieg?

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