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25.03.2021 | 05:45

Im Einkauf liegt der Gewinn! – Pollux Properties, Steinhoff, General Electric 25.03.2021

  • Pollux Properties
  • Steinhoff
  • General Electric
Bildquelle: pixabay.com

Das Mantra eines jeden guten Kaufmanns findet sich im Regelkatalog Nummer 1 wieder:
Im Einkauf liegt der Gewinn. Ganze Abteilungen in Konzernen kümmern sich um die Verhandlungsführung, Produkt- und Wertanalyse, Vertragsrecht, … denn der Einkauf ist maßgeblich verantwortlich für die Höhe des späteren Ertrages im Abverkauf. Viele Anleger können an der Börse jedoch nicht auf die Kapazitäten einer Fondsgesellschaft oder eines Bankhauses zurückgreifen. Und gleichzeitig können sie sich auch nicht auf die Interpretation eines Heers von Analysten verlassen, denn was der eine positiv auslegt, findet der nächste „ultra“ negativ. Was zählt ist letztendlich der „Gesunde Hausverstand“ und die Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Investment.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Pollux Properties – Einkauf mit 50 Prozent Abschlag

Die in Singapur beheimatete Pollux Properties (WKN: A0D801 ISIN: SG1I77884290 Ticker: 7GP) hat sich auf das Halten von Immobilien und die Projektentwicklung selbiger spezialisiert. Mit Stand vom 31.12.2020 beläuft sich das Gesamtvermögen von Pollux Properties auf 235,6 Mio. €, bestehend aus 18,9 Mio. € in bar und 212,7 Mio. € an hochwertigen Anlageobjekten in Singapur. Ungefähr 90% der Anlageimmobilien sind Gewerbe- und Wohnimmobilien und befinden sich in strategischer Lage mitten im Herzen des zentralen Geschäftsviertels von Singapur. Nach Abzug der gesamten Verbindlichkeiten in Höhe von 112 Mio. € beträgt das Nettovermögen von Pollux etwa 122 Mio. €.

Das Unternehmen wird derzeit mit einem starken Abschlag von ca. 50% seines Nettovermögenswertes von 0,0446 € pro Aktie gehandelt und notiert bei 0,022 Euro je Aktie. Während in Deutschland Unternehmen im Immobiliensektor oft mit Aufschlag gehandelt werden, kann sich hier mit Aktien der Pollux Properties auf einem hoch interessanten und stark wachsenden Immobilienmarkt diversifiziert werden - und das aktuell zu einem Abschlag von ca. 50 Prozent. Zum aktuellen Kurs ist damit ein attraktives Chancen-Risiko-Verhältnis für Investoren gewährleistet.

Steinhoff – Der Schleier lichtet sich

Seit Jahren gibt es bei dem mit Bilanzbetrug behangenen deutsch-südafrikanischen Konzern Steinhoff (WKN: A14XB9 ISIN: NL0011375019 Tickerl: SNH) Streit mit den verschiedenen Gläubigergruppen. Ein Hin und Her nähert sich dabei aber dem Ende und der neblige Schleier, wie und ob es mit dem Unternehmen weiter geht, lichtet sich zunehmend.
Am gestrigen 24.03.2021 verkündete Steinhoff die Streitbeilegung mit der Conservatorium Holdings und mit Dr. Christo Wiese. Die streitenden Parteien einigten sich darauf, dass sie nun dem globalen Vergleich von Steinhoff unterstützen werden.

Am Dienstag, den 23.03.2021, lief zudem die Meldung über den Ticker, dass sich die Managerhaftpflicht des D & O Versicherers durch die Zahlung von 78,1 Millionen Euro mit ungefähr 1% des Schadvolumens von ca. 7,7 Milliarden Euro „freikaufen“ möchte, zumindest für die damalige Führungsriege mit Firmengründer Bruno Steinhoff und Aufsichtsratschef Christo Wiese. Dabei ausgeschlossen wurden aber der frühere CEO Markus Joose, CFO Ben le Grange, Direktor Siegmar Schmidt und Chefsekretär Stephan Grobler.
Auf der zum 30.04.2021 einberufenen Hauptversammlung soll ein nächster Meilenstein zur Aufarbeitung des Bilanzskandals abgeschlossen werden. Inwiefern das dann auch gelingt, dürfte mit Spannung erwartet werden.

General Electric – 20 Jahre Abwärtstrend durchbrochen

Im August 2000 markierte die Aktie von General Electric (WKN: 851144 ISIN: US3696041033 Ticker: GEC) mit 58,15 USD das Allzeithoch und war damals nach der Citigroup der zweitgrößte börsennotierte Konzern der Welt. Diese wahnsinnige Entwicklung des Unternehmens verdankte General Electric dem CEO Jack Welch, der von 1981 – 2001 als CEO die Geschicke leitete und den Aktienkurs von 1,10 USD mehr als ver-50-fachte. Doch mit dem Abgang des erfolgreichen Managers mit dem von ihm geprägten Managementansatzes „Fix, close oder sell“ (Reparieren, Schließen oder Verkaufen) setzte letztendlich eine 20-jährige Talfahrt ein.

Erst mit Erreichen des Tiefs im Mai 2020 bei 5,48 USD setzte eine nachhaltige Trendwende ein. Mit dem Überspringen des Februar 2020 Hochs im März 2021 wurde erstmalig ein nachhaltig höheres Hoch ausgebildet. Die Aktie erreichte mit 14,42 USD ein neues Drei-Jahres-Hoch und entsprach damit einer Early-Mover Rendite von über 160 %. Auch wenn in den letzten zwei Wochen Gewinnmitnahmen den Kurs von General Electric belasteten, so sollte die Aktie bei Langzeitinvestoren wieder auf die Einkaufsliste gesetzt werden und die Kursschwäche für Zukäufe genutzt werden.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Kommentar vom 05.03.2021 | 05:45

Tiefgefallene Börsenlieblinge der Vergangenheit haben oftmals sehr lange eine Bleikugel um das Bein. Sie zucken zwar, noch aber sie bewegen sich nur begrenzt vom Fleck. Das liegt daran, dass verloren gegangenes Vertrauen erst zurückgewonnen werden muss und das kann sehr lange dauern. Dennoch entwickeln viele solcher Aktien mit der Zeit wieder eine faszinierende Anziehungskraft auf die Anleger. Kennen sich die Anleger gut aus und wissen sie was tun, dann werden sie auch mit lukrativen Renditen belohnt.

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Kommentar vom 25.02.2021 | 05:45

Die Flucht in Sachwerte ist im vollen Gange und das nicht erst seit gestern. Ausgelöst durch das Aufblähen der Zentralbankbilanzen, klettern seit der letzten Finanzkrise 2007 – 2009 die Immobilienpreise in Deutschland immer schneller gen Norden. In Spitzenlagen werden bereits Mondpreise vom 50 bis 60-fachen Jahresmietertrag bezahlt. Diese Auswüchse sind trotz hoher Aktienkurse am Aktienmarkt noch nicht sichtbar. Es dürfte aber eine Indikation für die nächsten Jahre sein, wohin die Kurs-Gewinn-Verhältnisse noch steigen können. Schauen sie sich daher diese Aktien einmal am deutschen Immobilienmarkt, einmal im exotischen Immobilienmarkt Singapur und zum dritten gegenüber dem Kurs-Buchwert-Verhältnis der Continental-Aktie an.

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Kommentar vom 02.11.2020 | 05:45

Tiefgefallene einstige Börsenlieblinge wie z.B. PennyStocks (Unternehmen mit Aktienpreisen unter 1 Euro) haben eine faszinierende Anziehungskraft auf viele Anleger. Viele denken:
Was tief fällt, kann auch wieder steigen oder versuchen, eine mögliche Überrendite im Gesamtdepot zu erzielen. Wenn sich der Investor mit den entsprechenden Unternehmen gut auskennt, kann das sehr lukrativ sein. Grundlage in einem langfristig orientierten Depot sollte aber eine Mischung von Blue Chips, MidCaps und SmallCaps sein, damit ein langfristiger Vermögensaufbau gewährleistet ist. Selbstverständlich entwickeln sich nur wenige PennyStocks zur nächsten Tesla oder Nel oder Xiaomi, aber ein kontrollierter Einstieg mit striktem Moneymanagement kann durchaus lohnend sein.

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