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09.02.2021 | 05:45

Geld verdienen – egal ob fest, flüssig oder gasförmig – Aurora Cannabis, Kraft Heinz, Royal Helium, Hormel Foods

  • Royal Helium
  • Kraft Heinz
  • Aurora Cannabis
Bildquelle: pixabay.com

Ob fest, flüssig oder gasförmig – der Aggregatzustand ist egal, solange damit Geld verdient werden kann. Damit jeder ein nachhaltig diversifiziertes und durchstrukturiertes Portfolio aufbauen kann, sollten verschiedene Branchen berücksichtigt werden.
Da die Umfragen unter den deutschen Aktionären regelmäßig eine Übergewichtung Deutscher Werte enthält, stehen heute drei ausländische Unternehmen im Fokus.
Deren Geschäftsmodelle könnten nicht unterschiedlicher sein, aber genau das macht die Unternehmen so interessant.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Royal Helium – gibt Gas

Das kanadische Unternehmen Royal Helium (ISIN: CA78029U2056 WKN: A2PQ6N Symbol: RD31) hat sich auf das Finden von Erdgaslagerstätten mit Helium-Anteil konzentriert. Auf einem Grundstück von 400.000 Hektar Land sucht das Unternehmen in den Erdgaslagerstätten nach Erdgasen mit hohem Heliumanteil. Auf dem dortigen Bohrfeld Climax bringt Royal Helium seit Ende Januar 2021 nun bereits das zweite Bohrloch seit Jahresanfang nieder. Planmäßig soll dabei bis auf eine Tiefe von 2.600 Meter gebohrt werden. Diese Bohrtiefe könnte bereits bis zum Valentinstag erreicht werden.
Doch mit entsprechenden Ergebnissen aus dieser Bohrung ist erst nach einem ausführlichen Durchfluss- und Gastest zu rechnen. Sind die Bohrarbeiten abgeschlossen, wird umgehend die Ausrüstung zum dritten Bohrloch gebracht, um dort mit der nächsten Bohrung zu starten. Da Helium ein sehr knappes Gut, aber gleichzeitig ein wesentlicher Ausgangsstoff für den Hochtechnologiesektor ist, ist der Preis für die industriellen Abnehmer von Helium nahezu irrelevant, solange die benötigte Menge konstant geliefert werden kann.
Eine spannende Konstellation für Royal Helium. Wer noch keine Helium-Aktie sein Eigen nennt, der sollte eine spekulative Position bei Royal Helium aufbauen. Sollten die Ergebnisse aus der Erdgas-Helium-Flussmessung zwischen 1-3 Prozent liegen, dürfte die Aktie nämlich wieder den Rallyegang einlegen.

Kraft Heinz – Was lange währt

Was lange währt, wird endlich gut. Die Aktionäre von einem der größten Nahrungsmittel- und Getränkeunternehmen der Welt, Kraft Heinz (WKN: A14TU4 ISIN: US5007541064 Ticker: KHNZ), blicken auf nunmehr vier lange und leidgeplagte Jahre zurück. Da ist selbst das Wissen um den Co-Investor Warren Buffet mit der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2 ISIN: US0846707026 Ticker: BRYN) nur ein schwacher Trost. Ungefähr 65 Prozent Kursverlust stehen seit dem Hoch im Februar 2017 bis zum heutigen Dienstag, den 09.02.2021 auf dem Börsenticker. Doch nun könnte die Aktie endlich das Tal der Tränen durchschritten haben. Nach dem Märztief 2020 und den Abschreibungen in Q.2 2020 verbessern sich die Geschäftszahlen wieder nachhaltig. Die anfänglich hohe Schuldenlast drückte stark auf das Unternehmen, bei vergleichsweise niedrigem freien CashFlow. Doch der CashFlow steigt nun endlich wieder und ermöglicht es dem Management, die Nettoverschuldung zu reduzieren. Auch der mögliche Verkauf von Planters an den Wettbewerber Hormel Foods (WKN: 850875 ISIN: US4404521001 Ticker: HO7) für 3 Milliarden Euro würde die Schuldenlast von 25,8 Mrd. USD auf unter 22,8 Milliarden drücken und damit das Ziel der Analysten von 22,4 Mrd USD Schulden zum Jahres Ende 2021 bereits früher als erwartet erreichen. Die bilanzielle Gesundung des Unternehmens dürfte daher in den kommenden Tagen wieder stärker in den Fokus der Anleger rücken. Neben der Dividendenrendite von derzeit 4,7 Prozent p.a. besteht somit auch wachsendes Aufwärtspotential für die Aktionäre. Für valueorientierte und dividendensuchende Aktionäre dürfte nun wieder die Stunde des Einstiegs schlagen.

Aurora Cannabis – Raus aus der Krise

Der einstige Liebling der Cannabiswelt Aurora Cannabis (WKN: A2P4EC ISIN: CA05156X8843 Ticker: 21P1) sollte nicht nur die kanadische Cannabisindustrie anführen. Doch aus der geplanten und sehr hoch eingepreisten Traumwelt wurde erst einmal nichts. Der Aktienkurs verlor von Oktober 2018 bis Oktober 2020 innerhalb von fast genau zwei Jahren insgesamt 97 Prozent der Marktkapitalisierung.
Nur durch rigorose Sparmaßnahmen, dem Verkauf von Vermögenswerten und der Schließung von Einrichtungen konnte höhere Mittelabflüsse verhindert werden.
Doch dank dieser Maßnahmen könnten Aurora Cannabis nun den Turnaround schaffen. Via Online-Bestellungen und „direktes nach Hause liefern“, dürfte die Kostenquote für das kanadische Unternehmen gesunken sein. Durch die kontinuierliche Verbesserung der Produktionskosten sollte also die Bruttoumsatzmarge gestiegen sein.
Auch zieht Aurora Cannabis immer mehr Aufmerksamkeit in Kanada auf sich durch sein täglich wechselndes Vape-Spezialangebot. Der im November 2020 geschlossene Liefervertrag mit dem israelischen Unternehmen Cantek Holding sollte sich ab Q.1 2021 positiv auf die Umsätze bei Aurora Cannabis auswirken.
Mit der Anlage Aurora Nordic 1 in Dänemark könnten zudem ab Q.1. 2021 die Umsätze anfangen zu steigen, denn durch die Zertifizierung nach EU-GMP hat das Unternehmen eine wichtige Hürde innerhalb des EU-Marktes genommen und erfüllt damit die Anforderungen der Gesundheitsbehörden. Für die Watchlist reicht es schon einmal und Anleger, mit einer höheren Risikoneigung, könnten eine erste Position aufbauen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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