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26.05.2021 | 05:26

Die Rohstoff- & Fintech-Story – Palantir Technologies, Aspermont, ProSieben Sat.1 Media, Tesla

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Bildquelle: pixabay.com

Die Digitalisierung der Geschäftswelt hat durch die Corona-Krise einen zusätzlichen Schub erhalten. Die Branchen, die durch die LockDowns am meisten getroffen worden sind, waren Geschäftsbereiche mit vorwiegendem Fokus auf Offline-Kundschaft.
Profiteure der Krise waren dagegen die Geschäftsmodelle, die auf die Skalierbarkeit ihrer Produkte & Dienstleistungen gesetzt haben und von der starken digitalen Nachfrage profitieren. Unternehmen, die die Chance der Digitalisierung der Absatzmärkte richtig genutzt haben, werden auch in den nächsten Jahren überproportional profitieren.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Starkes und profitables Wachstum

Das australische Medienunternehmen Aspermont (WKN: A0NGFS ISIN: AU000000ASP3 Ticker: 00W) ist derzeit noch ein Geheimtipp in der globalen Rohstoffbranche. Bekannt ist das Unternehmen bei Rohstoffinsidern vor allem aus dem 185 Jahre alten Printausgaben- und Werbeanzeigengeschäft. Doch Aspermont hat längst den Sprung aus der Offlinewelt in die skalierbare digitale Onlinewelt geschafft. Sämtliche Dienstleistungen stellt das Unternehmen als XaaS – Anything as a Service zur Verfügung. Alle Dienstleistungen können off- wie auch online gebucht werden, wobei der Wachstumstreiber ganz klar die skalierbare und weltweit abrufbare digitale Welt ist. Die aktuellen Unternehmenskennzahlen spiegeln diese Entwicklung deutlich wieder.

In den letzten zwölf Monaten hat der Marktführer im Bereich B2B der internationalen Rohstoffbranche ein starkes Abonnementen-Wachstum verzeichnen können. Die Halbjahreskennzahlen zum 31.03.2021 im Vergleich zum Vorjahr spiegeln das wieder. Der Cashflow aus operativen Aktivitäten stieg um 1.034 Prozent auf AUD 2,097 Millionen und das EBITDA stieg um 193 Prozent auf AUD 565.000. Der Cash Bestand des schuldenfreien Unternehmens zum 31.03.2021 beträgt AUD 7,395 Millionen. Weiteres Wachstum kann somit aus eigener Kraft finanziert werden. Die Bewertung von 60 Millionen AUD spiegelt daher nicht im Ansatz das Wachstumspotential des Unternehmens wieder. Aktuell spricht nichts gegen ein Langfristinvestment bei Aspermont – unter 0,03 AUD bzw. 0,02 Euro weiter akkumulieren.

200 Prozent sind nicht genug

Die Aktie von ProSiebenSat.1 Media AG (WKN: PSM777 ISIN: DE000PSM7770 Ticker: PSM) schaffte seit März 2020 einen Kurszuwachs von über 200 Prozent innerhalb von 15 Monaten. Der Umsatz im ersten Quartal 2021 zog leicht auf 938 Millionen Euro an und mit den höheren Werbeeinnahmen im zweiten Quartal 2021 sollte die Milliarden Umsatzschallmauer wieder in greifbare Nähe rücken. Doch der Vorstandssprecher Rainer Beaujean legt eine Woche vor der Hauptversammlung des Unternehmens noch einen drauf. Er erteilte über die Frankfurter Allgemeine Zeitung am gestrigen Dienstag, den 25.05.2021, einer Fusion mit der italienischen Fernsehsendergruppe Mediaset eine Absage.

Der Vorstand sieht keinen Mehrwert für die Aktionäre bei einer Fusion, weder beim Programm noch im Produkt selber. Während die von der Familie des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi geführte Mediaset-Gruppe ein 100 Prozent Fernsehanbieter ist und damit von den schwankenden Werbeerlösen abhängt, hat sich die ProSiebenSat.1 Media Gruppe genau von dieser Abhängigkeit immer weiter weg in Richtung digitaler Angebote entwickelt. Außerdem würde einem Zusammengehen beider Unternehmen hohe regulatorische Hürden im Wege stehen und dadurch würde die ProSiebenSat.1 Media AG den Fokus auf Wachstum verlieren.

44 Prozent Cash-Flow-Marge

Die Tesla Aktie (WKN: A1CX3T ISIN: US88160R1014 Symbol: TL0) weist zur Zeit ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von ca. 19 aus, obwohl das Wachstumspotential durch die globale Automobilindustrie mit ähnlichem Geschäftsmodell immer stärker umkämpft wird.
Im Vergleich dazu weist die US-amerikanische Palantir Technologies (WKN: A2QA4J ISIN: US69608A1088 Ticker: PTX) ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von ca. 35 aus. Das ist bei der Tesla Aktie zwar fast doppelt so hoch, aber dafür ist das Wachstumspotential deutlich höher als bei der Tesla Aktie, auch weil der Umsatz mit ca. 1,1 Mrd. USD in 2020 um den Faktor 30 kleiner war.

Der freie Cash Flow von Palantir Technologies stieg im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 441 Millionen USD auf 151 Millionen USD. Bei einem Umsatzanstieg p.a. um 49 Prozent auf 341 Millionen USD führt das zu einer Cash Flow Marge von 44 Prozent! So eine Marge ist aktuell auch in der Rohstoffbranche zu finden, aber das Wachstumspotential der Palantir Technologies Aktie ist durch die digitale Skalierbarkeit noch deutlich höher, als dies in der Rohstoffproduktion möglich wäre. Das erkennen auch zunehmend wieder mehr und mehr Marktteilnehmer und seit dem 11. Mai 2021 kletterte die Aktie von Palantir Technologies von USD 17,06 auf derzeit 21,65 USD. Mit einem geplanten Umsatzwachstum von 35 Prozent p.a. bis 2025 auf 5 Milliarden US, ist das Unternehmen nach dieser Konsolidierungsphase wieder ein Kaufkandidat für das Depot.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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