Menü

16.10.2020 | 05:45

Die Angst ist zurück – und nun? Thyssenkrupp, Saturn Oil & Gas, Royal Dutch Shell

  • Royal Dutch Shell
  • Saturn Oil & Gas
  • Thyssenkrupp
Bildquelle: pixabay.com

Die Angst ist zurück an den Aktienmärkten, doch vor was eigentlich? Dass Joe Biden als Präsident gewählt werden könnte? Dass es einen erneuten weltweiten LockDown geben wird? Dass die Zentralbanken die Kontrolle über die Anleihenmärkte verloren haben? Dass die Regierungen eine wirtschaftliche Depression zulassen?
Kurzfristig betrachtet haben alle Fragen ihre Berechtigungen und definitiv langfristige Auswirkungen. Daher ist es wichtig, für jedes Szenario eine Strategie zu haben, aber auch kurzfristige Schwankungen als Chance zu betrachten.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Liberty Steel will Stahlsparte von Thyssenkrupp

Die Thyssenkrupp Aktie (WKN: 750000 ISIN: DE0007500001 Ticker: TKA) bildete im Oktober 2007 das Hoch bei der knapp unter 47 Euro Marke aus, schaffte es aber nicht, diese Marke zu überwinden. Seitdem ging es nunmehr 13 Jahre im übergeordneten Chartbild abwärts.
Mit 4,16 Euro je Aktie notiert das einst stolze Industrieunternehmen zur Zeit nahe dem Allzeittief von 3,28 Euro.
Einen möglichen übergeordneten Trendwechsel könnte ein Angebot vom britischen Unternehmen Liberty Steel bringen. Diese wollen am heutigen Freitag, den 16.10.2020, ein Angebot für das Stahlgeschäft von Thyssenkrupp vorlegen. Liberty Steel wurde von Sanjeev Gupta gegründet und gehört zu dessen GFG Alliance, die im Bergbau, Industrie und Handel aktiv ist. Auch die indische Tata-Gruppe und der schwedische SSAB Konzern sollen Interesse haben. Ein mögliches Bieterverfahren soll von der Investmentbank Rothschild gesteuert werden.

Saturn Oil & Gas – Was plant der CEO?

Der Wandel von Saturn Oil & Gas in den letzten Jahren war beträchtlich und endet in 2019 mit dem Titel:
Günstigster Erdölproduzent von ganz Kanada!
Der zielstrebige CEO und Chairman von Saturn Oil & Gas, John Jeffrey, ist dabei immer für eine Überraschung gut, denn als entscheidungsstarker Praktiker, der sein Handwerk versteht, geht er mit seinem Team gerne unkonventionelle Wege. Die klare Fokussierung des Unternehmens auf günstige Gestehungskosten für Erdöl, zahlt sich bei der aktuellen Niedrigpreisphase von Erdöl und Erdgas enorm aus.
Während die meisten Ölunternehmen mit den Banken um das Aufschieben einer Insolvenz verhandeln, kann Saturn Oil & Gas aus der Stärke heraus, das Marktgeschehen beobachten.
Wenn die Kurse von Erdöl wieder anziehen, dann sprudeln auch bei Saturn Oil & Gas wieder die Gewinne. Die Frage ist nur, wie das Unternehmen diese Liquidität nutzt. Organisches Wachstum durch mehr Bohrungen oder Zukauf von Wettbewerbern oder gar ein Merger?
Alles ist bei John Jeffrey denkbar, da er sich nicht in die Karten blicken lässt.

Royal Dutch Shell – Angst vor dem Strukturwandel?

Der Öl- und Gaskonzern Royal Dutch Shell (WKN: A0D94M ISIN: GB00B03MLX29 Ticker: R6C) arbeitet zusammen mit dem Industriegas-Lieferanten Linde an einem neuen katalytischen Verfahren zur Herstellung von Ethylen. Dabei soll der Kohlenstoff-Fußabdruck gesenkt werden, um die gesetzten Klimaziele schneller und effizienter erreichen zu können. Das sogenannte Edhox-Verfahren wurde seitens Linde am Standort Pullach validiert und hat das Potential, ein neuer Standard in der Branche für Ethylen und Essigsäurehersteller zu werden. Damit zeigt sich klar, dass Royal Dutch Shell keine Angst vor dem Strukturwandel hat. Im Gegenteil! Das Unternehmen ist bereit, neue Wege zu gehen. Auch wenn das in manchen Teilbereichen von Royal Dutch Shell mit Arbeitsplatzabbau verbunden ist, so können neue umweltschonendere Bereiche einen Teil dieser wegfallenden Arbeitsplätze wieder wett machen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:


Sind Hot Stocks oder ist Substanz gefragt? – 88 Energy, Saturn Oil & Gas, Otto Energy

Sind Hot Stocks oder ist Substanz gefragt? – 88 Energy, Saturn Oil & Gas, Otto Energy

Kommentar vom 08.04.2021 | 05:45

Hot Stocks sind Aktien mit viel Potenzial und großen Kurschancen. Auch wenn auf den ersten Blick alles dafür spricht, sofort einzusteigen, sollte dennoch ein zweiter Blick gewagt werden. Das verhindert vielleicht das schnelle Geld, sichert einen Anleger aber auch vor einem noch viel bitteren Totalverlust ab. Jeder sollte bedenken, dass an der Börse nichts umsonst ist. Hohen Chancen stehen hohe Risiken gegenüber. Dennoch blenden viele Kleinanleger die Risiken gerne aus und schaukeln sich in Foren Chats immer höher auf der Chancenwelle – bis sie bricht.
Besonders spannend ist aktuell der Ölsektor. Erst ausgebombt mit einem WTI-Ölpreis unter 0 USD im April 2020 und heute wieder über 59 USD das Barrel Öl. Genau hier findet sich neben unterbewerteten Substanzwerten auch viel Spielgeld in Hot Stock Werten.

Zum Kommentar


Was ist da los?  Gazprom, Saturn Oil & Gas, BP PLC

Was ist da los? Gazprom, Saturn Oil & Gas, BP PLC

Kommentar vom 03.03.2021 | 05:45

Laut den Trendforschern, Klimaaktivisten und sogar Teilen der Erdölindustrie wie dem Rohstoffgiganten BP, wurde bereits das Ende des Erdölzeitalters eingeläutet. Zukünftig würde kein Erdöl mehr gebraucht, weil der zentralen die dezentrale Stromerzeugung folgen wird. Fossile Brennstoffe werden nicht mehr benötigt und mit einer smarten Infrastruktur soll dann die Energie bedarfsgerecht verteilt werden können. Großkonzerne wie BP haben sich darauf eingestellt und bauen das komplette Unternehmen um. Doch was macht der Erdölpreis? Sollte dieser niemals mehr das Vor-Corona-Niveau erreichen? Doch bereits im Februar 2021 wurde dieses Niveau wieder erreicht und der Monatsschlusskurs vom Februar 2021 lag sogar oberhalb von Januar 2020 und Dezember 2019. Was weiß der Markt, was die Trendforscher und Klimaaktivsten nicht wissen?

Zum Kommentar


Wer zu spät kommt, den … - Exxon Mobil, Royal Dutch Shell, Saturn Oil & Gas, WTI Öl

Wer zu spät kommt, den … - Exxon Mobil, Royal Dutch Shell, Saturn Oil & Gas, WTI Öl

Kommentar vom 11.02.2021 | 05:45

„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Dieser Spruch vom letzten sowjetischen Staatpräsidenten Michail Gorbatschow am 06. Oktober 1989 ging in die Geschichte ein und steht für Veränderungen. Wie schnell solche Veränderungen passieren können, sah man nicht nur am Beispiel der DDR, sondern erlebt der Börsianer ständig. Was bis letzte Woche noch Thema X gehypt und sprudelnde Gewinne in der Zukunft versprach, kann nächste Woche schon wieder out sein. Wer den Umschwung verpasst und nicht rechtzeitig mitbekommt, der verliert zügig seine virtuellen Buchgewinne und oftmals werden daraus die zukünftigen Depotleichen. Besonders spannend sind aber Sektoren, die nach so einem kompletten Zyklus wieder einen neuen Zyklus beginnen. Genau das ist derzeit beim Erdölsektor zu beobachten.

Zum Kommentar