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05.12.2019 | 04:44

Cannabis Markt 12.2012 – Aurora Cannabis, BevCanna Enterprises und Cronos Group

  • Aurora Cannabis
Bildquelle: pixabay.com

Die Enttäuschung und Kapitulation der einst euphorischen Cannabis Pioniere und Aktionäre ist förmlich spürbar. Nach dem fulminanten Anstieg der Aktienkurse von Cannabisunternehmen um viele hundert und teilweise gar tausend Prozente in 2017 und 2018 folgte der drastische Absturz selbiger „Highflyer“ um 70, 80 und teilweise auch über 90 Prozent vom jeweiligen Allzeithoch. Gleichzeitig bildet genau diese Enttäuschung und Marktkonsolidierung den Boden für eine zukünftige Hausse. Wieder einmal schlägt der sogenannte Schweinezyklus zu und hinterlässt bei Erstaktionären tiefrote Zahlen im Depot.

Lesezeit: ca. 1 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann


 

Aurora Cannabis – Umkehrsignale mehren sich

Die Aktie von Aurora Cannabis Inc. (WKN: A12GS7) verlor vom 16.10.2018 bis 18.11.2019 in 399 Tagen insgesamt 82% Ihres Marktwertes. Doch seit diesem Tief kam starke Kaufnachfrage in den Markt und der Kurs stabiliserte sich bei 3,25 CAD.
Zur Erinnerung: Markante Trendwenden finden meist dann statt, wenn die schwachen Hände den Markt verlassen und starke Hände als Langzeitinvestoren die Aktien übernehmen. Genau danach "riecht" es seit Mitte November förmlich, denn trotz der enttäuschenden Quartalszahlen greifen Investoren mit beiden Händen zu.

BevCanna Enterprises – Getränkeabfüller mit Pep

Während der Gesamtmarkt der Cannabis Aktien in 2019 stark unter Druck geraten ist, notiert die Aktie von BevCanna (WKN: A2PNFY) bei 0,43 CAD circa 65% oberhalb des diesjährigen Tiefstkurses. Der kanadische Getränkeabfüller hat sich innerhalb der Cannabis Branche auf den Bereich Soft-Infusion, also der Versetzung von Getränken mit Cannabinoiden spezialisiert. Dabei wird z.B. frisches Quellwasser beim Abfüllprozess (mit hauseigener Technologie) mit wasserlöslichen Cannabinoidpulver versetzt. Je nach Wunsch des Auftraggebers (White Label Lösung) können die Getränke dann mit verschiedenen Geschmacksrichtungen versetzt werden. Dadurch entzieht sich das Unternehmen dem aktuellen Preissturz am derzeitigen Endkonsumentenmarkt.

Cronos Group - Besser als erwartet

Die Cronos Group ist auf medizinisches Cannabis spezialisiert und auf fünf Kontinenten vertreten. Im Gegensatz zu Aurora ist Cronos auch nach Steuern profitabel. Die Umsätze im Quartal 3/2019 ver-drei-fachten sich auf 12,7 Millionen CAD im Vergleich zum Quartal 3/2018.
Die Cronos Group ist zwar auch im Anbau tätig, aber durch die Veredlung des Cannabis Rohstoffes für medizinische Anwendungen ist sie dem Margen-Druck nicht so stark ausgesetzt wie Aurora als reiner Produzent. Die Produkte von Cronos werden z.B. für Vaporizer-Geräte verwendet oder als hochwertige Cannabisöle verkauft.

Ausblick

Das soll nicht darüber hinwegtäuschen das die Wachstumsstory vieler Cannabis Produzenten eingetrübt ist, denn die Legalisierung von Cannabis weltweit läuft deutlich langsamer an, als der Markt in der großen Euphorie 2017 und 2018 angenommen hatte. Aber genau in dieser Marktphasen überleben nur sehr wenige Unternehmen mit CashFlow und bietet Langfristinvestoren sehr gute Einstiegsmöglichkeiten.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Kommentar vom 25.11.2020 | 07:05

Nach dem Kryptowährungen-Hype um Bitcoin & Co. bis Dezember 2017 wanderte das Kapital weiter in den Cannabismarkt. Was folgte, war der tiefe Fall der Kryptowährungen und Verluste von 95% der Marktkapitalisierung waren der Standard.
Doch der Cannabisbranche ging es nicht anders. Bis ins Frühjahr 2019 hinein schien die Welt noch in Ordnung zu sein, ehe das Geld aus dem Cannabissektor abgezogen worden ist und teilweise zurück in die Kryptowährungen floss. Die Cannabisunternehmen stürzten ab und auch hier waren Kursrückgänge von ca. 95% bis hin zum Totalverlust der Standard. Im Schatten von neuen Allzeithochs beim Bitcoin wacht nun auch wieder die Cannabisbranche auf. Folgen die Cannabisunternehmen wiederholt den Kryptowährungen?

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Kommentar vom 21.11.2019 | 20:38

Bisher läuft charttechnisch alles nach Plan. Kursverlust von über 50% wurde abgearbeitet und dann der direkte Fall in die Kaufzone. Dort reagiert der Kurs mit Wahnsinnsumsätzen von über 165 Mio. Aktienkäufen/verkäufen innerhalb von 3 Tagen. Das spricht für eine übergeordnete Trendwende.

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