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11.09.2020 | 05:45

1.319% + Korrekturmarken, Übernahmeangebot, Shortangriff – Tesla, SolGold, Nikola

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Die E-Mobilität wirbelt die weltweite Autobranche durcheinander und das Corona Virus verstärkt diesen Trend. Während die deutschen Autobauer den Trend teilweise verschlafen haben und von den Anlegern abgestraft worden sind, startete das E-Mobilitätssynonym Tesla voll durch. Nikola dagegen ist aktuell denselben Vorwürfen ausgesetzt, wie seinerzeit Tesla.
Auch ein wichtiger Rohstoff für jedes E-Auto -Kupfer- wird behandelt, aber lesen sie selbst.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Tesla – Korrektur nach 1.319,53% Kursanstieg ist wichtig

Im Juni 2019 setzte die Tesla Aktie (WKN: A1CX3T ISIN: US88160R1014 Ticker: TL0) zu einer fulminanten Rallye an. Am 03. Juni 2019 konnte die Aktie noch zu USD 35,40 gekauft werden, ehe eine unglaubliche Börsengeschichte begann. Viele Hedgefonds verbrannten enorme Summen an Anlegergelder, weil sie auf den Bankrott von Tesla gewettet hatten. Doch Elon Musk strafte sie eines Besseren, grillte die Shorties und zwang sie zum Short Squezze, also zur Zwangseindeckung ihrer leerverkauften Aktien.
Bis zum 01.09.2020 rannte die Aktie im Hoch auf USD 502,49, was einem Anstieg von phantastischen 1.319,53% innerhalb von 456 Tagen entspricht.
Doch dann setzten Gewinnmitnahmen ein und die Aktie korrigierte bereits ca. 38,2 Prozent dieser Aufwärtsbewegung. Wichtige Korrekturmarken bei Tesla sind dabei USD 269 und USD 214.
Denn bei USD 214 wären 61,8 Prozent der kompletten Rallye korrigiert und sehr oft reagiert spätestens dort der Markt. Findet dies statt, sollte das Anlaufen neuer Allzeithochs bis USD 970 nicht überraschen.

SolGold – Übernahmeangebot für Kupfer-Gold-Projekt

Das Unternehmen SolGold (ISIN: GB00B0WD0R35, WKN: A0JDJ3, Symbol: S8F) hat sich mit dem Alpala-Projekt in Ecuador ein riesiges Gebiet mit Kupfer, Gold und Silbervorkommen gesichert. Alle 3 Metalle sind gefragter denn je, nicht nur durch die Finanz- und Wirtschaftskrise, die sich in den nächsten Monaten weiter verschärfen wird, sondern auch wegen der steigenden industriellen Nachfrage nach Kupfer. Denn Kupfer wird immer wertvoller, zum einen als knapper werdender Rohstoff und zum anderen durch die steigende Nachfrage durch E-Mobilität, Digitalisierung, SmartHome und multimedialer Vernetzung. Alle Bereiche benötigen immer mehr Kupfer.
SolGold hat sich das Ziel gesetzt, in den nächsten 10 Jahren zu einem der Top-Produzenten aufzusteigen und möchte nun den Minderheitsanteilseigner des Alpala-Projektes dieser hält 15% der Anteile herauskaufen. Dafür ist SolGold bereit, einen Aufschlag zu bezahlen. Der Aufschlag beträgt 56% des durchschnittlichen Preises der letzten 12 Monate und wird in Aktien von SolGold bezahlt.
Die aktuellen Aktionäre sollen nach Wunsch der SolGold Führung dem Angebot zustimmen. Damit wäre die komplette Alpala Liegenschaft konsolidiert und die bereits bestehende Kooperation mit dem größten Kupferproduzenten der Welt, BHP Group (WKN: A2N9WV ISIN: GB00BH0P3Z91 Ticker: BIL), könnte weiter intensiviert werden.

Nikola – Shortangriffen ausgesetzt

Nachdem sich die Shortseller bei Tesla die Finger mehr als verbrannt hatten, haben sich diese ein nächstes „Opfer“ ausgesucht. Diesmal ist das Startup Nikola (ISIN: US6541101050 WKN: A2P4A9 Ticker: 8NI) das Objekt der Begierde und wurde die letzten 2 Tage (bis 10.09.2020) um über 26% abverkauft.
„Ein Meer aus Lügen“ wirft Hindenburg Research dem Unternehmen in einer Studie vor. Mal sehen, Top oder Flop, Wirecard oder Tesla.
Sollte der Unterstützungsbereich bei USD 37,22 per Tagesschlusskurs unterboten werden, so droht ein weiterer Abverkauf Richtung USD 31,17.
Sollte auch diese Marke unterschritten werden, so wäre erst zwischen USD 20 -23 wieder mit stärkerer Nachfrage zu rechnen.

Fazit

Nach jedem dynamischen Anstieg erfolgt eine Korrektur. Dieser Rücklauf bzw. dieses Ausatmen des Marktes ist wichtig, damit sich die Marktteilnehmer beruhigen, überhitzte Indikatoren wieder abkühlen und im Anschluss ein nächster Zyklus starten kann. Nikola und Tesla befinden sich kurzfristig in dieser Abkühlphase, während SolGold sich aktuell mit der Projektkonsolidierung für einen späteren Bullrun warmläuft.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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An der Börse werden aktuelle und zukünftige Erwartungen gehandelt. Angebot trifft auf Nachfrage, und Verkäufer und Käufer einigen sich an der Börse auf einen Preis. Finden Marktteilnehmer eine Aktie übermäßig teuer, so können sie sich Aktien für eine festgelegte Zeit gegen Zinszahlungen leihen und diese in den Markt verkaufen. Dabei hoffen sie darauf, die Aktien später günstiger zurückzukaufen und dadurch einen Mehrwert zu erzielen.
Da diesen Marktteilnehmern diese Aktien nicht gehören, wird von Leerverkäufern gesprochen. Wenn aber die Erwartung der Leerverkäufer nicht erfüllt wird und der Aktienkurs entgegen ihrer Ansicht steigt, so erleiden die Leerverkäufer einen Verlust, denn sie müssen die bereits verkauften Aktien zu höheren Kursen zurückkaufen, um ihre Rückgabeverpflichtung erfüllen zu können. Durch diese Rückkäufe von Aktien, befeuern die Leerverkäufer den Aktienkurs erneut. Dies wird als Short Squeeze bezeichnet.
Folgende Aktien sind z.Zt. prädestiniert dafür:

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