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20.08.2020 | 05:45

Wasserstoff, Helium oder Uran – Welche Investition zahlt sich aus? – Nel ASA, Royal Helium, Cameco

Bildquelle: pixabay.com

Wasserstoff, Helium und Uran sind wie viele andere Rohstoffe in unserer heutigen Welt nicht mehr weg zu denken. Dabei unterliegt jeder Rohstoff seinem eigenen Zyklus und performt im zyklischen Wechsel mal stark oder geht in den Sinkflug über. Der Wasserstoffsektor hat dabei die letzten Jahre eine massive Outperformance hingelegt, während sich Uran in den letzten 10 Jahren gedrittelt hat. Helium dagegen scheint bisher niemand auf dem Anlageschirm zu haben.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Nel ASA – Dänemark will Brennstoffprojekt

Die Norweger von Nel ASA (ISIN: NO0010081235 WKN: A0B733 Ticker: D7G) sind einfach nicht zu stoppen. Schon so oft wurde das Ende des Wasserstoffhypes angekündigt, nur um dann die Crashpropheten, nach teilweise bis zu 50% Kurseinbrüchen, wieder zu enttäuschen und auf neue Allzeithochs zu steigen. Dieses Mal drehte die Aktie im Juli 2020, nach einem Rücksetzer von über 26% in 11 Tagen, wieder gen Norden und nimmt nun bereits das nächste Allzeithoch in Anspruch. Der nicht endende Newsflow befeuert die Aktie nach wie vor, und mit immer neuen Aufträgen verbrennen sich nur die Shortseller ihre Finger.
In der Nähe von Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen soll nun ein großes nachhaltiges Brennstoffprojekt realisiert werden. Die Leistung in der ersten Phase soll 1,3 Gigawatt umfassen und Wasserstoff via Power-to-Gas produzieren. Das heißt trotz aller Unkenrufe gehört Nel ASA zu den aussichtsreichsten Anlagemöglichkeiten im spekulativen Wasserstoff-Segment.

Royal Helium – exploriert nach Helium

Das kanadische Unternehmen Royal Helium (ISIN: CA78029U2056 WKN: A2PQ6N Symbol: RD31) sucht nach Erdgaslagerstätten mit Heliumanteil. Es hat bereits ein Gebiet von 400.000 Acres dieser Lagerstätten mit Heliumanteil erworben. Da gerade Kanada und die USA immer mehr auf Rohstoffunabhängigkeit vom Ausland setzen, sollte der Heliumexplorer mit seinen Lagerstätten in den kanadischen Provinzen Saskatchewan und Alberta profitieren. Erst kürzlich hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass nach der Auswertung der letzten Analyseergebnisse ein gezieltes Bohrprogramm gestartet wird. Ziel ist es, das terrestrische Helium, welches durch den natürlichen Zerfall von Uran und Thorium entsteht, möglichst zielgenau in den Gesteinsformationen zu finden. Dabei deuten die Analyseergebnisse auf eine 22 Meter dicke und 31 qkm lange Mächtigkeit dieser Gesteinsformation hin, mit entsprechend hohem Heliumanteil.

Cameco – Kanadas Nr. 1

Der kanadische Uranproduzent Cameco (ISIN: CA13321L1085 WKN: 882017 Ticker: CCJ) hat in den vergangenen 15 Jahren über 75% seiner Marktkapitalisierung verloren, weil bis 2020 einfach zu viel Uran weltweit im Angebot war. Erst die Aufkündigung des Abrüstungsvertrages zwischen den USA und Rußland seitens der USA veränderte den Angebotsüberhang, welcher sich nun in einen Nachfrageüberhang umkehrt. Dass dieser nachhaltig ist, zeigen die vielen Atommeiler, die sich derzeit weltweit in der Bauphase befinden und in den nächsten Jahren sukzessive zu stark steigender Urannachfrage führen werden. Auch waren die großen Uranproduzenten gezwungen unrentable Minen zu schließen. Auch wenn die Aussichten langfristig für Cameco positiv sind, so wurde dennoch im Quartal II 2020 ein Nettoverlust von 53 Mio. CAD bzw. 0,13 CAD je Aktie erzielt.

Fazit

Im Wasserstoffmarkt gibt es nur wenige Player, die diesen Markt bestimmen. Einer der aktuell aussichtsreichsten Kandidaten ist dabei Nel ASA. Wer sich dagegen am unbekannten Heliummarkt beteiligen will, der hat mit Royal Helium die Chance vom Heliumanstieg zu profitieren. Da bei Uran bereits eine signifikante Trendwende erfolgt ist, dürfte der globale Uranproduzent Nr. 2 perspektivisch von den steigenden Uranpreisen profitieren.

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