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29.12.2020 | 05:45

Trend Seltene Erden 2021– Geely Automobile, Lynas, Defense Metals

  • Geely Automobile
  • lynas
  • defense metals
Bildquelle: pixabay.com

Seltene Erden (Rare Earth) oder auch Technologiemetalle genannt werden auch in 2021 ein Dauerthema an der Börse sein. China ist durch strategische Entscheidungen der Vergangenheit zum größten Produzenten und Verbraucher von Seltenen Erden geworden. Durch die Monopolgleiche Stellung Chinas bei der Versorgung und Verarbeitung von Seltenen Erden befindet sich der Rest der Welt in großer Abhängigkeit. Mit dem neuen Fünf-Jahresplan der chinesischen Führung, mit Fokussierung auf die Stärkung der chinesischen Binnennachfrage, dürften noch weniger Seltene Erden das Ausland erreichen bzw. nur zu weit höheren Preisen als bisher. Das wiederum ist gut für die Unternehmen, die sich in diesem Spezialrohstoffsegment tummeln und Windturbinenhersteller und Elektrofahrzeugproduzenten beliefern. Denn wenn die Nationen „grün“ werden wollen, brauchen sie Seltene Erden in rauen Mengen.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Lynas – Zweitgrößter Seltene Erdenproduzent

Die Hauptmine des australischen Unternehmens Lynas (WKN: 871899 ISIN: AU000000LYC6 Ticker: LYI) liegt in Westaustralien im Mt. Weld. Es ist die zweitgrößte Seltene Erden Mine der Welt und die größte außerhalb Chinas. Die geförderten Metalle werden vor Ort konzentriert und im Anschluss zur unternehmenseigenen Wertstoffanlage in Gebeng, Malaysia verschifft. Die weltgrößte Verarbeitungsanlage für Seltene Erden ist die Anlage von Lynas und von dort aus werden alle Kunden weltweit bedient. 73% Kursanstieg in diesem Jahr bis zum heutigen 29.12.2020, zeigt das wachsende Interesse der internationalen Inverstoren. Vom Allzeithoch im April 2011 mit 19,33 Euro ist der aktuelle Kurs von 2,42 Euro noch weit entfernt. Der damalige Anstieg auf das Allzeithoch dauerte aber auch nur ca. ein Jahr und könnte nun auch wieder in 2021 eintreten.

Defense Metals – Seltene Erden aus Kanada

Defense Metals (WKN: A2PBZ4 ISIN: CA2446331035 Ticker: 35D) ist ein Seltene Erden Explorer in Nordamerika. Die Hauptliegenschaft der Kanadier ist das rund 1.700 Hektar große Seltene Erden Projekt Wicheeda. Dort sind bereits fünf Millionen Tonnen Mineralressourcen ausgewiesen und es wird vermutet, dass durch weitere Bohrungen die Mineralressourcen auf über 12 Millionen Tonnen steigen dürften. Die ersten Untersuchungen von 26 Tonnen schweren Materialproben ergaben bereits ein hohes Mineralkonzentrat mit durchschnittlich 7,4% NdPR-Oxid (Neodym-Praseodym). Um die Fragen der Abbaubarkeit zu klären, arbeitet das Unternehmen an der vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung (PEA). Wenn diese Ergebnisse im ersten Quartal 2021 vorliegen, dürfte das der Kurstreiber für den Aktienkurs werden. Aktuell ist die Aktie noch für 0,138 Euro kaufbar. So niedrig dürfte der Kurs aber nur bleiben, bis die PEA veröffentlicht wird.

Geely – E-Mobilität treibt Nachfrage an

Seltene Erden werden für die E-Mobilität gebraucht und so treibt die Nachfrage nach E-Autos auch die Nachfrage nach Seltene Erden an. Neodym und Dysprosium werden für die Produktion von Motoren benötigt. Doch auch in Wasserstoffautos werden diese Stoffe benötigt. Der chinesische Automobilbauer Geely (WKN: A0CACX ISIN: KYG3777B1032 Ticker: GRU) profitiert dabei unmittelbar von der wachsenden Nachfrage nach neuen Automobilmodellen. Zudem ist der chinesische Automarkt der am stärksten wachsenste Markt der Welt und das auch mit Corona. 2,73 Millionen Neuwagen wurden allein im November 2020 verkauft. Das ist ein Plus von 11,1 Prozent zum November 2019. Geely hat sich davon einen Teil des zu verteilenden Marktes abgeschnitten und bereits über 10 Millionen Autos verkauft. Verkaufsschlager ist dabei die Sportlimousine Xing Rui.
2021 dürfte daher auch das Jahr für Geely werden, so dass als nächstes neue Allzeithochs auf dem Kurszettel stehen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Technologiemetalle und Seltene Erden (Rare Earth) sind Dauerthemen an der Börse und immer im Fokus bei strategischen und langfristigen Entscheidungen seitens Konzernen und Staaten. Die strategische Entscheidung hat auch China vor zig Jahren getroffen und sich eine Monopolgleiche Stellung bei der Versorgung und Verarbeitung von Seltenen Erden erarbeitet. Da moderne Technologien wie Smartphones, Bildschirme, Laptops aber auch Windkraftanlagen und Elektrofahrzeuge ohne die Technologiemetalle wie Dysprosium, Neodym, Germanium und Gallium nicht funktionieren, ist die westliche Welt auf der Suche nach einem Weg, sich aus der Abhängigkeit Chinas zu befreien.

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Hochtechnologie ist ohne Seltene Erden (Rare Earth) weder entwickel- noch produzierbar. Da es sich bei Seltenen Erden nicht um Erde, sondern um Metalle handelt, gäbe es ohne sie keine Smartphones, keine Elektroautos und auch viele andere technische Geräte nicht.
Einer der Hauptlieferanten für Seltene Erden ist nach wie vor China und genau das macht die militärische Führungsriege der USA und ihre NATO-Partner mehr als nervös.
Wer braucht Seltene Erden und wer sorgt für Nachschub in der Zukunft?

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