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05.02.2020 | 05:17

Short Selling & Short Squeeze – 900 $ Tesla, dynaCERT & Wirecard vor Kursschub

  • Tesla
  • wirecard
  • DynaCERT
Bildquelle: pixabay.com

An der Börse werden aktuelle und zukünftige Erwartungen gehandelt. Angebot trifft auf Nachfrage, und Verkäufer und Käufer einigen sich an der Börse auf einen Preis. Finden Marktteilnehmer eine Aktie übermäßig teuer, so können sie sich Aktien für eine festgelegte Zeit gegen Zinszahlungen leihen und diese in den Markt verkaufen. Dabei hoffen sie darauf, die Aktien später günstiger zurückzukaufen und dadurch einen Mehrwert zu erzielen.
Da diesen Marktteilnehmern diese Aktien nicht gehören, wird von Leerverkäufern gesprochen. Wenn aber die Erwartung der Leerverkäufer nicht erfüllt wird und der Aktienkurs entgegen ihrer Ansicht steigt, so erleiden die Leerverkäufer einen Verlust, denn sie müssen die bereits verkauften Aktien zu höheren Kursen zurückkaufen, um ihre Rückgabeverpflichtung erfüllen zu können. Durch diese Rückkäufe von Aktien, befeuern die Leerverkäufer den Aktienkurs erneut. Dies wird als Short Squeeze bezeichnet.
Folgende Aktien sind z.Zt. prädestiniert dafür:

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

900$ Aktie Tesla – Milliarden Verluste für Shortseller

Jahrelang verbrannte Elon Musk mit Tesla (ISIN: US88160R1014 | WKN: A1CX3T | Symbol: TL0) enorme Summen an Geld und nahezu jede Ankündigung und Prognose von ihm wurde später einkassiert und enttäuschte viele Marktteilnehmer. Die Leerverkäufer witterten ihre Chance, liehen sich Tesla-Aktien und verkauften sie leer. Dieses Spiel wird aktuell, laut der Mitteilung von S3 Partners mit derzeit ungefähr 24,1 Millionen Teslaaktien immer noch betrieben. Das entspricht Anfang Februar 2020 einer Short-Interest-Quote von ca. 18 Prozent der frei gehandelten Aktien. Jedoch ging die Rechnung der Leerverkäufer nicht auf, denn aus „heiterem Himmel“ überraschte Tesla die Marktteilnehmer mit positiven Ergebnissen und zwar für zwei aufeinander folgende Quartale. Der steigende Aktienkurs führte zu massiven Schieflagen bei den Shortsellern, so dass diese gezwungen wurden, die ausgeliehenen Aktien am Markt zurückzukaufen. Durch den gestiegenen Marktpreis und dem einsetzenden Rückkauf von Aktien der Shortseller, führte dies zu einem immer noch anhaltenden Short-Squezze und zu einer Ver-DREI-fachung des Aktienkurses von Tesla in drei Monaten. Mittlerweile erreichte die Aktie von Tesla bereits die $ 969 und notiert damit kurz vor der der Schallmauer von $ 1.000 je Aktie!

dynaCERT – Europäischer Green Deal – Kursver-DREI-fachung

Das kanadische Unternehmen dynaCERT (ISIN: CA26780A1084
WKN: A1KBAV | Symbol: DMJ) nutzt mit seinem weltweiten Patent den Wasserstoff als Katalysator zur effizienteren Verbrennung von Diesel. Die nachrüstbare Einheit von dynaCERT reduziert dabei den Treibstoffverbrauch von z.B. LKW’s, zwischen 5 – 15 Prozent und reduziert damit auch gleichzeitig den CO2-Ausstoß um selbige Höhe. Das dürfte nicht nur EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen gerne hören. Doch damit nicht genug. Der Kohlenmonoxidausstoß und die Feinstaubbelastung wird um bis zu 55 Prozent reduziert und der die deutschen Städte belastende Stickoxidgehalt um nahezu 90 Prozent. Das klingt einigen Shortsellern zu gut, um wahr zu sein und sie haben die Aktie leer verkauft. Diese lassen sich auch nicht von den vielfach bestätigten Tests von TÜV Nord & SÜD abschrecken, so dass die Short Interest Quote bei den gehandelten dynaCERT Aktien zum 03.02.2020 bei ca. 23 Prozent liegt.
Das dürfte aber für die Short-Seller, wie bei Tesla oder Wirecard, nicht gut ausgehen, denn Deutschlands größter Automobillogistiker MOSOLF investiert nicht ohne Grund Millionen in die geprüfte Technologie und übernimmt Teile des Europa-Vertriebes von dynaCERT Produkten. Auch der kanadische Bergbaumogul Eric Sprott sieht die massive Kostenersparnis in der Minenindustrie durch die dynaCERT Technologie und mit ca. 10% ein großer Anteilseigner des Unternehmens.

Wirecard – Shortseller auf den Grill – Grillsaison eröffnet?

Die Short-Interestquote bei Wirecard (ISIN: DE0007472060 | WKN: 747206 | Symbol: WDI) liegt zwischen der Quote von Tesla und dynaCERT und beträgt zum 03.02.2020 ca. 20 Prozent der gehandelten Aktien. Seit Jahresbeginn konnte die Aktie binnen 33 Tagen bereits um 26 Prozent zulegen. Sollte die Aktie einen Kursschluß über 144 Euro erreichen, dürfte nach den Tesla Shortern auch in Deutschland die Grillsaison eröffnet werden und die Wirecard Shorter auf dem Grill landen. Das zu erreichende Ziel der Aktie wäre dabei ein neues Allzeithoch, welches ab 199 Euro je Aktie der Fall wäre und bis Mai 2020 erreicht werden könnte. Ursache dafür könnte u.a. der Wechsel des Aufsichtsratschefs hin zu Thomas Eichelmann sein. Denn das neue Gesicht bei Wirecard nimmt das „rote Tuch“ Dr. Markus Braun erst einmal aus dem Schußfeld und wird zum Quartalsende die Ergebnisse der Wirtschaftsprüfer von KPMG zu den Bilanzkennzahlen liefern wollen. Damit soll endgültig Klarheit über die von der Financial Times erhobenen Vorwürfe gegeben und der Zahlungsdienstleister wieder in ruhigeres Fahrwasser geschippert werden.

Laut Werbung von Smartbroker sind die Aktien von Tesla, dynaCERT & Wirecard für 4,00 EUR pro Order und ohne Depotgebühr in Deutschland handelbar.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Was tief fällt, kann auch wieder steigen oder versuchen, eine mögliche Überrendite im Gesamtdepot zu erzielen. Wenn sich der Investor mit den entsprechenden Unternehmen gut auskennt, kann das sehr lukrativ sein. Grundlage in einem langfristig orientierten Depot sollte aber eine Mischung von Blue Chips, MidCaps und SmallCaps sein, damit ein langfristiger Vermögensaufbau gewährleistet ist. Selbstverständlich entwickeln sich nur wenige PennyStocks zur nächsten Tesla oder Nel oder Xiaomi, aber ein kontrollierter Einstieg mit striktem Moneymanagement kann durchaus lohnend sein.

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