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09.06.2021 | 05:45

Saturn Oil & Gas: Bei diesem Quantensprung wird die Produktion ver-10-facht!

  • Saturn Oil & Gas
  • Royal Dutch Shell
  • Cresent Point Energy
Bildquelle: pixabay.com

„Kaufen, wenn die Kanonen donnern. Verkaufen, wenn die Violinen spielen.“, wusste schon Kalman Mayer Rothschild (1788 bis 1855). Nach dieser Devise bauten die Rothschilds ein Imperium auf und gehören auch heute noch zu den einflussreichsten Strippenziehern im Hintergrund. Eine Branche, in der es im letzten Jahr richtig gedonnert hat, war die Erdölbranche. Seit dem Tief des nordamerikanischen Erdöl-Futures am 20. April 2020 mit Minus 40,32 USD weiß jeder Börsenteilnehmer in der Praxis, was in der Theorie der Volkswirtschaft niemals möglich gewesen wäre. Auch ein Rohstoff-Future kann unter Null fallen. Doch wer hat im letzten Jahr den Mut gehabt beherzt auf Einkaufstour zu gehen, als die Erdölproduzenten am Boden lagen? Folgende Chance sollte auch jetzt noch genutzt werden, um den eigenen Vervielfacher ins Depot zu legen:

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann


 

Der Deal des Jahres 2021

Wovon alle nur sprechen, aber nicht umsetzen, das hat der bis dato noch relativ kleine Erdölproduzent Saturn Oil & Gas (WKN: A2DJV8 ISIN: CA80412L1076 Ticker: SMK) aus Kanada nun in der Praxis realisiert. Als alle das Donnern und Erdbeben in der Erdölbranche gespürt und an den Aktienkursen gesehen haben, setzte sich die Geschäftsführung von Saturn Oil & Gas im Herbst 2020 zusammen und schmiedete den Plan einer Übernahme. Lange blieb es recht still um den CEO John Jeffrey, doch im Mai 2021 verkündete das Unternehmen eine Übernahme, die als Wirtschafts-Deal des Jahres 2021 in die kanadische Wirtschaftsgeschichte eingehen könnte, zumindest in die von Saskatchewan.

David übernimmt Goliath

Der Erdölproduzent Saturn Oil & Gas, der in der kanadischen Provinz Saskatchewan pro Tag ca. 500 – 700 Barrel Öl fördert, ist in Kanada als günstigster Erdölproduzent im Jahr 2019 aufgefallen und zog damals erstmalig die Augen der Erdölbranche auf sich. Doch mit der Unternehmensmeldung vom 13. Mai 2021 hallte das Echo sogar bis nach Europa rüber. Der Nischenproduzent übernimmt das Oxbow-Erdölfeld mit 6.700 Barrel Tagesproduktion und vermehrt damit seine bisherige Tagesproduktion um den Faktor 10. Das hier der Vergleich David übernimmt Goliath mehr als angebracht ist, sollte jedem Investor klar sein. Doch wenn sich der Anleger einmal die Details des Vertrages genauer anschaut, dann ist das wie ein Griff in die Schatzkiste.

Die Details sind entscheidend!

Die Verhandlungen zu dem Kauf des ebenfalls ins Saskatchewan befindlichen Oxbow-Gebietes begannen bereits Ende 2020, als sich der Erdölpreis noch zwischen 30 bis 50 USD je Barrel bewegte. Als Kaufpreis wurden 93 Millionen CAD vereinbart. Saturn Oil & Gas nahm zur Finanzierung des Kaufpreises zum einen ein Darlehen über 87 Millionen CAD bei einem sehr großen New Yorker Family Office auf und zum anderen wurden durch eine Eigenkapitalerhöhung weitere 32,8 Millionen CAD eingesammelt. Gleichzeitig stellte Saturn Oil & Gas durch Verkauf von großen Teilen der Erdölproduktion der kommenden zwei Jahre sicher, dass die Rückzahlung des Darlehens nebst Schuldendienst bis Sommer 2023 vollständig gesichert ist. Damit ist Saturn Oil & Gas innerhalb von zwei Jahren vollständig entschuldet, erwirtschaftet aber immer noch ein jährliches Nettobetriebsergebnis von 50 - 60 Millionen CAD!

60 – 72 Prozent p.a. Rendite?

Durch die Eigenkapitalerhöhung werden im Zuge dessen vorläufig ca. 508 Millionen Aktien ausstehen. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 0,165 CAD (ca. 0,12 Euro) bedeutet dies eine Marktkapitalisierung von 83,8 Millionen CAD. Mit dem im vorherigen Absatz genannten Nettobetriebsergebnis von 50 bis 60 Millionen CAD werden diese in den ersten beiden Jahren zur Schuldentilgung verwendet. Ab dem dritten Jahr steht dies aber für potentielle Auszahlungen per Dividende oder Aktienrückkäufen zur Verfügung. Dies in einem einfachen Dreisatz umgerechnet bedeutet für Aktionäre, die zu den aktuellen 0,165 CAD eingestiegen sind oder noch einsteigen, eine potentielle Rendite von 60 bis 72 Prozent pro Jahr! Bei dieser Berechnung sind sogar die Instandhaltungsmaßnahmen sowie Bohrprojekte, um die abfallende Ölproduktion wieder auszugleichen, bereits berücksichtigt.

Kursziel von 0,46 CAD

Das deutsche Research-Unternehmen GBC AG aus Augsburg hat die Übernahme des Oxbow-Erdölgebietes von Crescent Point Energy durch Saturn Oil & Gas genauer unter die Lupe genommen. Die Analysten sehen durch Optimierung von Prozessabläufen und neuen Bohrlöchern den Nettoertrag des Unternehmens innerhalb von 12 Monaten auf 65 bis 70 Millionen CAD p.a. ansteigen. Auf die heutige Marktkapitalisierung von 83,8 Millionen CAD umgerechnet, würde es die potentielle Rendite auf 78 bis 84 Prozent p.a. anheben. Die Analysten der GBC AG gaben daher bereits am gestrigen Dienstag, den 08.06.2021, ein Kursziel von 0,46 CAD je Aktie aus, was von aktuellem Stand aus einem Kursanstieg von über 178 Prozent bedeuten würde.

Wie sieht die Bewertung im Vergleich aus?

Schaut sich ein Investor die Bewertung von Saturn Oil & Gas im Vergleich zu den anderen Erdölproduzenten in der Region an und nimmt dabei die branchenübliche Bewertung nach EV/EBITDA unter die Lupe, dann werden die Wettbewerber derzeit mit dem 4,0- bis 7,0-fachem des EV/EBITDA bewertet. Nehmen wir also den 4,0-fachen des EV/EBITDA für die Saturn Oil & Gas Aktie an, dann müsste diese bei rund 0,45 CAD notieren. Der gleiche Aktienkurs kommt auch zu Stande, wenn mit einem Gewinn pro Aktie von 0,09 CAD gerechnet wird und ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 5 als Grundlage gewählt wird. Mit anderen Worten: die Saturn Oil & Gas Aktie hat derzeit ein KGV von 2 und ist somit als extrem günstig anzusehen. Die Experten der GBC AG liegen also mit ihrer Kaufempfehlung absolut richtig.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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