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31.03.2021 | 05:45

Riesiger Kupferverbrauch – BYD, Nordex, Kodiak Copper

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Bildquelle: pixabay.com

Mit Forcierung der Energiewende in Deutschland aber auch weltweit ist der Verbrauch von Rohstoffen wie Kupfer und seltenen Erden drastisch angestiegen. Allein eine moderne Windkraftanlage benötigt in der Produktion nebst der nötigen Infrastruktur zum Anschluss der Anlage bis zu 30 Tonnen Kupfer. In Deutschland sind bereits ungefähr 400.000 Tonnen Kupfer für die Windenergie verbaut worden. Aber auch jedes neues bzw. saniertes Haus steigert den Kupferverbrauch deutlich. Wurden in 1990 noch ca. 156 kg je Haus an Kupfer verwendet, ist der durchschnittliche Kupferanteil je Haus im Jahre 2020 um 56% auf ca. 244 kg Kupfer angestiegen. Auch die e-Mobilität treibt die Kupfernachfrage an, denn ein E-Auto braucht im Schnitt fast dreimal so viel Kupfer wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Kodiak Copper – Auf riesiges Kupfervorkommen gestoßen

Der Kupferexplorer Kodiak Copper (WKN: A2P2J9 ISIN: CA50012K1066 Ticker: 5DD1) ist einer der Profiteure des stark wachsenden weltweiten Kupferverbrauchs. Der Vorsitzende des Unternehmens ist Chris Taylor, der mit der Goldentdeckung mit Great Bear Resources international bekannt wurde, als die Aktie von 0,05 CAD auf 16 CAD innerhalb von vier Jahren gestiegen ist. Mit dem Kupfer-Gold-Projekt MPD (Man, Prime, Dillard) ist Chris Taylor und sein Team auf einem sehr guten Weg, diese Erfolgsstory zu wiederholen. Im letzten Jahr wurde ein riesiger Fund auf einer Länge von 282 Metern mit einem Gehalt von 1,16% Kupferäquivalenten gemeldet.

Der Aktienkurs schoss in 2020 von 0,20 CAD auf 3,20 CAD innerhalb eines halben Jahres durch die Decke. Der größte Kupferproduzent von Kanada, Teck Resources nutzte seine Chance und stieg bei Kodiak Copper ein. Mit dem Einstieg war bereits das diesjährige Bohrprogramm über 30.000 Bohrmeter finanziert, welches nun zum 15. März 2021 gestartet worden ist. Es wird also im gesamten Jahresverlauf Ergebnisse „hageln“, denn im letzten Jahr wurden auch etliche Kupferanomalien gefunden, die in diesem Jahr bebohrt werden sollen. Seit dem Einstieg von Teck Resources hat der Aktienkurs um 61,8 Prozent auf 1,44 CAD bzw. 1,03 EUR korrigiert, so dass sich derzeit mit einem deutlichen Abschlag zum Rohstoffkonzern bei Kodiak Copper eingekauft werden kann.

Nordex – 182,4 MW Auftrag

Der in Rostock ansässige Windkraftanlagenbauer Nordex (WKN: A0D655 ISIN: DE000A0D6554 Ticker: NDX1) teilte am gestrigen 30.03.2021 mit, dass er einen Auftrag für 38 Anlagen erhalten hat. Diese sollen in einem Windpark in Zentralspanien aufgestellt werden und werden über 182,4 Megawatt produzieren. Das Unternehmen fertigt, errichtet und wartet die Windkraftanlagen aber nicht nur, sondern internationale Investoren kaufen sich auch ein Fullservice Paket ein. Für den neuen Auftrag aus Spanien sind anfänglich zwei Jahre Service-Vertrag inklusive, aber in der Regel werden diese Verträge auch oft verlängert und sorgen für weiteren Cashflow bei Nordex.

Da die spanische Regierung bis 2030 ihre Stromgewinnung zu 74% aus erneuerbaren Energien erzeugen möchte, sollen in den nächsten 9 Jahren noch 22 Gigawatt mehr Energie aus Wind erzeugt werden. Der aktuelle Auftrag für Nordex wird sukzessive ab Frühjahr 2022 erfüllt und mit der Delta4000 Serie vom Typ N155/4.8 ausgestattet und errichtet werden. Die Nabenhöhe der Turbinen wird 120 Meter betragen und die nötigen Betontürme für das Fundament werden von regionalen Firmen erstellt. Zum heutigen Mittwoch, den 31.03.2021 notiert die Aktie bei 26,98 Euro und damit kurz vor neuen Jahreshochs. Nächster Widerstandsbereich liegt bei 30,20 Euro und ergibt sich aus dem projizierten Abwärtstrend der Hochs aus 2007 und 2015. Schafft die Nordex-Aktie den Ausbruch darüber, dann steht einer Neubewertung des MDAX Konzerns nichts mehr im Wege.

BYD – Erwartung nicht erfüllt

Der chinesische e-Mobilitätskonzern BYD (WKN: A0M4W9 ISIN: CNE100000296 Ticker: BY6) gehört in 2020 zu den Emporkömmlingen im Bereich der e-Mobilität. Selbst einer Tesla konnte BYD, zumindest was den Kursanstieg angeht, fast den Rang ablaufen. Doch seit dem Hoch im Januar 2021 drückten Gewinnmitnahmen auf den Kurs und die Aktie verlor seitdem ca. 40 Prozent vom Allzeithoch. Anscheinend ahnten einige Investoren, dass die Börse zu euphorisch bei der Einschätzung der Geschäftsentwicklung war und das wurde nun auch bestätigt.

Am gestrigen Dienstag, den 30.03.2021 vermeldete BYD die Ergebnisse für das Jahr 2020. Der Jahresumsatz lag bei 23,5 Milliarden USD und der Nettogewinn kletterte um 162 Prozent auf 644 Millionen USD. Die Gewinnprognose für das erste Quartal 2021 wurde auf 30,5 bis 46 Millionen USD angegeben, wobei das erste Quartal bisher immer das Schwächste im Jahresverlauf war. Was gut klingt, liegt aber unter den Markterwartungen der Analysten. Wichtige Unterstützungszone, die verteidigt werden muss, ist die 19,25 USD bzw. 15,60 Euro.


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