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07.12.2020 | 05:45

Ohne Industriegase und Batterien läuft nichts –Varta, Linde, Royal Helium

  • Varta
  • Linde
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Bildquelle: pixabay.com

Ohne Industriegase und Batterien läuft in unserer hochtechnologisierten Welt nichts mehr.
Stickstoff, Sauerstoff, Argon, Helium und Wasserstoff gehören dabei zu den wichtigsten Industriegasen weltweit. Zu jeden einzelnem Gas gibt es die vielfältigsten Anwendungen und da Wasserstoff schon im Fokus der Anlieger liegt, sollte sich auch nach Helium umgeschaut werden. Auch bei Energiespeichersysteme via Batterien gibt es Fortschritte, zumindest lässt das die Gewinnmarge bei Varta erwarten.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Royal Helium – Wieder Kursverdreifachung?

Die kanadische Heliumaktie Royal Helium (ISIN: CA78029U2056 WKN: A2PQ6N Symbol: RD31) sucht Erdgaslagerstätten mit hohem Helium-Anteil in Kanada. Auch wenn Helium nach Wasserstoff das zweithäufigste Element des Universums ist, so ist es auf der Erde sehr flüchtig. Helium ist für viele wirtschaftliche Anwendungen unverzichtbar. Ob als Supraleiter, bei Strichcode-Lesegeräten, in MRT-Magnetresonanztomographen, überall wird Helium für HighTech-Produkte ge- und verbraucht. Um neue Heliumvorkommen zu finden, hat Royal Helium letzte Woche Montag, den 30.11.2020 angekündigt, 4 Millionen CAD Eigenkapitalfinanzierung zu 0,25 CAD je Aktie (0,16 Euro) für das nächste Bohrprogramm zu platzieren. Ergebnisse aus diesem Bohrprogramm werden zum Ende des ersten Quartals 2021 erwartet. Sind diese erfolgreich, sollte die aktuelle Marktkapitalisierung von 10,5 Millionen CAD (6,75 Millionen Euro) der Vergangenheit angehören. Die Cormark Securities Analysten sehen daher die Aktie von Royal Helium auf Sicht von 12 Monaten bei 30 Millionen CAD. Und das würde einer Verdreifachung entsprechen.

Linde – Bis auf 330 Euro?

Das weltgrößte Unternehmen für Industriegase (WKN: A2DSYC ISIN: IE00BZ12WP82 Ticker: LIN) ist Linde. Das Unternehmen entstand 2018 aus der Fusion der deutschen Linde AG und der US-amerikanischen Praxair. Damit wurden die seit dem ersten Weltkrieg getrennten Unternehmen wieder zusammengeführt. Ob in der Energie- und Heizungstechnik, beim Schweißen und Gefrieren, bei Analyse- und Prüfverfahren, überall werden Industriegase benötigt. Sie sind aus keinem Bereich mehr wegzudenken.
Doch auch wenn sich der Umsatz durch den Zusammenschluss verdoppelt hat, so wirkte sich dies beim Gewinn nicht aus. Daran arbeitet die Unternehmensführung und im dritten Quartal 2020 lag die Nettogewinnmarge wieder knapp über 10%. Wenn diese Entwicklung fortgeführt werden kann, wären nächste Kursziele der Aktie bei 275 Euro und später sogar bis zu 330 Euro möglich. Vom aktuellen Kurs von 206,50 Euro je Aktie wäre das ein Anstieg von ca. 60 Prozent. Dafür darf aber das Oktober 2020 Tief bei 183,10 Euro nicht mehr unterschritten werden.

Varta – Wird Gewinnwachstum gesteigert?

Das Wachstum des Haushaltsbatterien und Lithium-Miniakku Herstellers für Bluetooth-Kopfhörer und Freisprechgeräten Varta (WKN: A0TGJ5 ISIN: DE000A0TGJ55 Ticker: VAR1) war in den letzten Jahren ungebrochen.
Der Umsatz legte in vier Jahren um über 50 Prozent zu und die Nettogewinnspanne ist in 2019 in den zweistelligen Bereich vorgedrungen. Auch der Gewinneinbruch im zweiten Quartal 2020 wurde mit den Zahlen zum dritten Quartal eingefangen, so dass auch das Gesamtjahr 2020 zwischen 12-13 Prozent Nettogewinnmarge abgeschlossen werden könnte. Die Investmentbank Stifel und deren Analysten sehen das Wachstum von Varta aber begrenzt und die Aktien erst bei 97 Euro als fair bewertet. Bei einem aktuellen Kurs von 109,50 Euro je Aktie müsste Aktie zu aktuellen Kursen verkauft werden. Damit das Wachstum in 2021 und 2022 aber nicht so fortgesetzt wird wie bisher, müssten die Billiganbieter aus Fernost jedoch nicht nur preislich überzeugen, sondern auch die langanhaltende Qualität von Varta Produkten gewährleisten. Solange das nicht der Fall ist, werden unter dem Christbaum weiterhin eher Produkte mit Varta-Qualität zu finden sein.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Doch warum kaufen Google, Netflix und Amazon sich diesen Rohstoff massenweise ein?

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