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08.01.2021 | 05:45

K+S AG, Royal Helium, Salesforce.com, Slack Technologies - Nicht alles was stinkt, düngt!

  • Salesforce.com
  • Royal Helium
  • Kali + Salz
Bildquelle: pixabay.com

Eine spaßige Bauernregel lautet: „Nicht alles was stinkt, düngt!“. Für langfristig orientierte Investoren trifft jedoch eher die Aussage von Aschenputtel zu: „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten in Kröpfchen“. Wer sein Depot nachhaltig richtig strukturieren will, sollte nicht nur über Branchen diversifizieren. Wichtig ist neben dem Wissen um zyklische Sektoren und Branchen auch das Engagement außerhalb Deutschlands. Gerade bei letztgenanntem hapert es bei vielen Anlegern und so finden sich überproportional viele Titel aus dem deutschsprachigen und europäischen Raum im Portfolio. Andere Unternehmen von anderen Kontinenten finden dann oftmals keine Berücksichtigung mehr.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann


 

Royal Helium – 0,80 CAD Preisziel

Royal Helium (ISIN: CA78029U2056 WKN: A2PQ6N Symbol: RD31) hat sich auf das Finden von Erdgaslagerstätten mit Helium-Anteil konzentriert. Mehr als 400.000 Hektar Land hat sich das Unternehmen gesichert und unter diesem Land befinden sich Erdgaslagerstätten mit einem Heliumanteil von 0,5 bis 2 Prozent. Das dürfte die Heliumversorgung für Kanada und die USA für ein paar Jahre sicherstellen. Gemäß der Neuigkeit vom 06.01.2021, fängt das Unternehmen nun wie geplant mit den nächsten drei Bohrungen auf seinem Heliumprojekt Climax an.

Unterstützt wird Royal Helium von einem Spezialbohrteam, das in den vergangenen vier Jahren bereits 25 Helium-Bohrlöcher in Saskatchewan niedergebracht hat.

Bei erfolgreichem Abschluss der Bohrungen steht einer Neubewertung der Aktie nichts mehr entgegen. Aktuell weist das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 11 Millionen EURO auf. Der Kurs ist seit Weihnachten schon angesprungen und notiert wieder auf dem Niveau von August 2020. Auch die Analysten von Cormark Securities sehen weiteres Potential in der Aktie von Royal Helium und sehen diese bei 0,80 CAD je Aktie, was ca. 0,51 Euro entspricht.

Da Helium ein wesentlicher Ausgangsstoff im Hochtechnologiesektor ist, zahlen Abnehmer jeden Preis für dieses sehr knappe Gut. Weisen die aktuellen Bohrungen wie erwartet einen Heliumanteil von 0,5-2 Prozent aus, dürfte selbst 0,51 Euro noch zu konservativ sein.

Kali + Salz AG – Trendwende mit Düngemittel!

Fragten wir uns im letzten Jahr noch, ob der Kasseler Mid-Cap-DAX-Konzern K+S AG (WKN: KSAG88 ISIN: DE000KSAG888 Ticker: SDF) eine Trendwende vollzogen haben konnte, so bestätigt sich diese Sichtweise nunmehr zunehmend. Auch am gestrigen 07.01.2021 gehörte der MDAX Konzern zu den Tagesgewinnern. Mit einem Kurssprung von 8,89% am gestrigen Mittwoch stieg die Marktkapitalisierung wieder um über 100 Millionen Euro auf nunmehr 1,83 Milliarden Euro an. Damit notiert die Aktie zur heutigen Börseneröffnung bei 10,44 Euro.

Der Kursanstieg hat vielerlei Gründe. Zum einen darf auch in 2021 in Werra und Weser Salzwasser verkappt werden und zum anderen nimmt der eingeleitete Verkauf des Salzgeschäftes der K+S AG in Nord- und Südamerika einen wesentlichen Bremsklotz von der Bilanz des Kasseler Unternehmens. Die Schuldenlast des Düngemittelproduzenten wird damit deutlich reduziert werden.

Die Durstphase für Kali + Salzaktionäre dürfte damit vorbei sein und die Trendwende nachhaltig zu höheren Aktienkursen führen.

Salesforce – schluckte Slack

Der weltweite Softwaregigant Salesforce (WKN: A0B87V ISIN: US79466L3024 Ticker: FOO) nutzte im Dezember 2020 seine Marktmacht und schluckte das aufstrebende Unternehmen Slack Technologies (WKN: A2PGZL ISIN: US83088V1026 Ticker: 8S0) mit der gleichnamigen Kommunikations-App Slack für 28 Milliarden USD. Damit wächst Salesforce immer weiter und braucht sich vor den etablierten Unternehmen wie SAP oder Microsoft nicht mehr verstecken. Auch wenn es in den vergangenen Tagen Störungen bei Slack gab und der Kapitalmarkt das kurzfristig negativ für Salesforce sah, so rundet die Slack-App das Angebot von Salesforce für seine Kunden weiter ab.

Wichtige Kundenbedürfnisse, wie das schnelle und einfache Austauschen von Informationen sowie die Organisation von Teams, gerade in Zeiten von Homeoffice und mobilen Arbeitsplätzen, dürfte sich langfristig als wichtiger strategischer Schachzug von Salesforce entpuppen. Investoren, die bei Salesforce noch an der Seitenlinie stehen, sollten die weiteren Kursrücksetzer noch abwarten und diese für einen langfristigen Einstieg nutzen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Wasserstoff, Helium und Uran sind, wie viele andere Rohstoffe, in unserer heutigen Welt nicht mehr weg zu denken. Dabei unterliegt jeder Rohstoff seinem eigenen Zyklus und performt im zyklischen Wechsel mal stark oder geht in den Sinkflug über. Der Wasserstoffsektor hat dabei die letzten Jahre eine massive Outperformance hingelegt, während sich Uran in den letzten 10 Jahren gedrittelt hat. Helium dagegen scheint bisher niemand auf dem Anlageschirm zu haben. Am 20.08.2020 schrieben wir in dem Kommentar „Welche Investition zahlt sich aus?“ über die Unternehmen Nel ASA, Royal Helium und Cameco. Es wird Zeit für einen erneuten Blick auf diese Unternehmen.

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Ob fest, flüssig oder gasförmig – der Aggregatzustand ist egal, solange damit Geld verdient werden kann. Damit jeder ein nachhaltig diversifiziertes und durchstrukturiertes Portfolio aufbauen kann, sollten verschiedene Branchen berücksichtigt werden.
Da die Umfragen unter den deutschen Aktionären regelmäßig eine Übergewichtung Deutscher Werte enthält, stehen heute drei ausländische Unternehmen im Fokus.
Deren Geschäftsmodelle könnten nicht unterschiedlicher sein, aber genau das macht die Unternehmen so interessant.

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Kommentar vom 08.12.2020 | 05:45

Bei diesen Aktien trifft die Börsenweisheit wohl sehr gut zu: „Lege nicht alle Eier in einen Korb“.
Mit der Portfoliodiversifikation tun sich viele Anleger schwer. Gewichten deutsche Anleger eher deutsche und europäische Aktien über, so gewichtet der US-amerikanische Anleger eher US-amerikanische Aktien über.
Doch alle Diversifikation bringt nicht viel, wenn die Aktien im Depot ausschließlich in einem Land oder Währungsraum aktiv sind. Besser sieht ein Depot aus, das unterschiedliche Sektoren, Länder und Märkte anspricht. Genau diese unterschiedlichen Merkmale zeigen die Aktien von CureVac, Almonty Industries und K+S auf. Doch eines haben sie gemein: Sie gehören zu den Gewinneraktien der letzten Wochen und auch des gestrigen Montags, den 07.12.2020.

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