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05.03.2021 | 05:45

Ehemalige Börsenlieblinge drehen wieder auf – General Electric, RYU Apparel, Steinhoff

  • General Electric
  • RYU Apparel
  • Steinhoff
Bildquelle: pixabay.com

Tiefgefallene Börsenlieblinge der Vergangenheit haben oftmals sehr lange eine Bleikugel um das Bein. Sie zucken zwar, noch aber sie bewegen sich nur begrenzt vom Fleck. Das liegt daran, dass verloren gegangenes Vertrauen erst zurückgewonnen werden muss und das kann sehr lange dauern. Dennoch entwickeln viele solcher Aktien mit der Zeit wieder eine faszinierende Anziehungskraft auf die Anleger. Kennen sich die Anleger gut aus und wissen sie was tun, dann werden sie auch mit lukrativen Renditen belohnt.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

RYU Apparel – Wachstumsstory

Das junge preisgekrönte Unternehmen RYU Apparel (WKN: A2P9Z6 ISIN: CA74979J4072 Ticker: RYAA) hat sich auf hochwertige urbane Sport- und Freizeitbekleidung fokussiert. Noch im Oktober 2020 stand das Modelabel kurz vor der Insolvenz, bis der aktuelle CEO Fazari das Unternehmen kurzerhand übernahm und innerhalb von einem halben Jahr auf Erfolgsspur gebracht hat. Der erfolgreiche Serienunternehmer und CEO von RYU Apparel Fazari hat bereits viele Projekte skaliert und nach wenigen Jahren erfolgreich abverkauft. Genau das hat er auch hier wieder vor und sein Ansatz ist, aus RYU Apparel ein Milliardenunternehmen zu kreieren.
Dabei lebt Fazari das Unternehmensmotto „RYU – Respect Your Universe“ vor und reißt damit nicht nur die Investoren, sondern vor allem auch die Mitarbeiter und Kunden mit.

Der Unternehmensspirit findet sich auch in der Sport -/Freizeitbekleidung wieder und bildet eine Symbiose der drei Lebensbereiche Mode, Sport und Lifestyle. Dieses Alleinstellungsmerkmal hat bisher kaum ein anderer Konzern geschafft und wie die stetig steigenden Absätze zeigen, kommt die Marke sehr gut bei den Kunden an. Der Hauptertrag stammt bereits zu 80 % aus dem Onlineverkauf und das spart Kosten und optimiert die Gewinne. Durch Kooperationen und Sponsoring von Trend-Sportarten macht RYU-Apparel die Marke immer interessanter und lockt somit neue zahlungskräftige Käufer an. Auch Influencer Marketing und Produktplatzierungen in beliebten Serien wirken zur Markenbildung bei. Die Aktie hat sich jedenfalls schon gut bewegt und schoss die letzten Monate von 0,05 CAD auf aktuell 0,15 CAD je Aktie hoch. Um an dieser Wachstumsstory teilhaben zu können, sollte der aktuelle Kursrücksetzer genutzt werden, um die ersten Positionen weiter auszubauen.

Steinhoff – Volatilität ist alles

Mit Urkunden- und Bilanzfälschung ist die holländische Aktiengesellschaft Steinhoff (WKN: A14XB9 ISIN: NL0011375019 Ticker: SNH) international richtig bekannt geworden und in 2020 zu einem reinen Zockerpapier verkommen. Der Aktienkurs pendelte in 2020 meist zwischen 0,035 bis 0,08 Euro je Aktie, was für Trader eine interessante Handelsspanne gewesen ist. Doch seit Jahresanfang 2021 ist was im Busche und die Aktie notiert mittlerweile bei 0,10 Euro. In der Spitze wurde bereits an der 0,16 Euro Marke gekratzt. Im Januar ist zudem bekannt geworden, warum der Aktienkurs so angezogen ist. Kein geringerer Investor als Goldman Sachs selber ist bei dem Möbelkonzern Steinhoff eingestiegen.

Wenn die „Gottes-Banker“ einsteigen, dann nur, wenn auch „fette“ Rendite lockt und das müssen die New Yorker bei Steinhoff anscheinend sehen. Der Vergleich von Steinhoff mit den Gläubigern zum Stichtag 30.06.2021 rückt immer näher und auch die Anteile an Pepco werden stetig mehr wert. 400 Filialen will Pepco in den nächsten beiden Jahren allein in Europa eröffnen. Das ist eine klare Wachstumsstrategie und so etwas liebt die Börse. Wenn Goldman Sachs nun diesen Börsengang von Pepco und der australischen Tochter „Fantastic Furniture“ umsetzen soll, dann versteht sich auch von selbst, warum sie auch noch Anteile an Steinhoff gekauft haben, denn diese könnten nach dem Vergleich und dem IPO zukünftig deutlich im Wert steigen. Wer bisher noch nicht mitgezockt hat, könnte in dem Unterstützungsbereich von 0,068 - 0,082 Euro eine erste „Zockerposition“ aufbauen.

General Electric – Drei-Jahres-Hoch

Mit dem Platzen der Dot.com Blase im August 2000 war auch bei General Electric sprichwörtlich der Ofen aus gegangen. Trotz zwischenzeitlicher Bärenmarktrallyes hatte es die Aktie bis Februar 2021 nicht geschafft, mit einem höheren Hoch ein Trendwendesignal zu liefern. Dies erfolgte aber erstmalig zum 24.02.2021 mit dem Überspringen des letzten Hochs vom Februar 2020 bei 13,26 USD. Mit dem gestrigen Tag, 04.03.2021, wurde auch erstmalig wieder die 14 USD Marke geschafft und damit ist ein neues Drei-Jahres-Hoch in greifbarer Nähe. Bilanziell vorteilhaft für General Electric war die Glättung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen von 7 auf 15 Jahre. Dadurch reduziert sich die auszuweisende Verpflichtung um ca. 3 Milliarden USD und das wird bei den nächsten Refinanzierungen zu einer verbesserten Kreditwürdigkeit führen. Die Großbanken UBS und Goldman Sachs hoben jedenfalls auf Grund des starken Cash-Flows und der verbesserten Bilanzposition den Ausblick an und setzten das nächste Aktienkursziel jeweils auf 15 USD.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Profiteure des Onlinehandels – Amazon.com, Hugo Boss, RYU Apparel

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Kommentar vom 30.03.2021 | 05:45

Der Internet- und Onlinehandel erlebte in 2020 ein überproportional starkes Wachstum. Auch das erste Quartal 2021 fängt gut für den Onlinehandel an, auch wenn dies weiterhin zu Lasten des stationären Einzelhandels ging. Einzelhändler und Handelskonzerne, die sich in den letzten 12 Monaten nicht an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst haben oder von staatlicher Seite finanziell unterstützt wurden, werden eher früher als später von der Marktfläche verschwinden. Auf den Punkt bringt es folgende Aussage:

Wer keinen engen Kontakt zu seinen Kunden hat und/oder im Internet nicht gefunden wird, der existiert für potentielle Käufer nicht und macht entsprechend auch keinen Umsatz. Die wegfallenden Wettbewerber erhöhen aber die Chance auf neue Marktanteile für die verbleibenden wettbewerbsfähigen Unternehmen.

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Im Einkauf liegt der Gewinn! – Pollux Properties, Steinhoff, General Electric 25.03.2021

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Kommentar vom 25.03.2021 | 05:45

Das Mantra eines jeden guten Kaufmanns findet sich im Regelkatalog Nummer 1 wieder:
Im Einkauf liegt der Gewinn. Ganze Abteilungen in Konzernen kümmern sich um die Verhandlungsführung, Produkt- und Wertanalyse, Vertragsrecht, … denn der Einkauf ist maßgeblich verantwortlich für die Höhe des späteren Ertrages im Abverkauf. Viele Anleger können an der Börse jedoch nicht auf die Kapazitäten einer Fondsgesellschaft oder eines Bankhauses zurückgreifen. Und gleichzeitig können sie sich auch nicht auf die Interpretation eines Heers von Analysten verlassen, denn was der eine positiv auslegt, findet der nächste „ultra“ negativ. Was zählt ist letztendlich der „Gesunde Hausverstand“ und die Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Investment.

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Lifestyle, Wellness & Gaming - RYU Apparel, AMC Entertainment, TAAT Lifestyle & Wellness

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Kommentar vom 01.02.2021 | 05:40

Das Corona Virus und die Reaktionen der Regierungen weltweit haben teilweise massivste Veränderungen und Verwerfungen mit sich gebracht. Mit Ausgangssperren, Reisebeschränkungen, Geschäftsschließungen, Grundrechtseinschränkungen u.v.m. wird weltweit das komplette gesellschaftliche Zusammenleben und damit auch die Gewohnheiten jedes einzelnen verändert. Kein Stein bleibt auf dem anderen und versprochene Lockerungsmaßnahmen rücken in regelmäßigen Abständen immer weiter in die Zukunft. Solche extremen Markteingriffe hat es noch nie in so einer konzentrierten Form gegeben.
Fest steht aber schon jetzt, ein Zurück in eine alte Normalität wird es so schnell nicht geben.
Während sich ein Teil der Bevölkerung vereinsamt und deprimiert aus der Gesellschaft zurückzieht, vernetzen sich immer mehr Menschen online. Das führt teilweise zu extremen Stilblüten in allen Bereichen und so auch an den Börsen.

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