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30.11.2020 | 05:45

Die zweite Reihe schließt auf – 1&1 Drillisch, Upco International, ADVA Optical

  • Adva Optical
  • Upco International
  • 1&1 Drillisch
Bildquelle: pixabay.com

Die Telekommunikationsbranche hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten stark gewandelt. Die Entwicklung von Mobilfunk und die weltweite Vernetzung über das Internet hat stark zugelegt, die Digitalisierung ist im vollen Gang. Auch wenn der Telekommunikationssektor für viele Investoren nicht so „sexy“ ist, wie Wasserstoffaktien, so liefern viele Telekommunikationsunternehmen eine beständige Rendite, denn hier wird regelmäßig Gewinn und CashFlow erzielt. Im Depot sollten daher Telekommunikationsunternehmen und Ausrüster nicht fehlen. Ein Blick in die zweite Reihe lohnt.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Upco International – Digitale Telekommunikationsplattform

Das kanadische Unternehmen Upco International (WKN: A2H7JC ISIN: CA9152971052 Ticker: U06) ist Spezialanbieter für Telekommunikationsunternehmen mit eigener digitalen Geschäftsplattform. Viele kleinere Telekommunikationsunternehmen sind in den letzten Jahren ins Hintertreffen geraten und haben den Anschluss zur noch stärkeren Digitalisierung verpasst. Genau für diese Unternehmen liefert Upco International eine digitale Telekommunikationsplattform. Diese standardisiert Abläufe in den Unternehmen und reduziert durch automatische Prozesse den Personaleinsatz deutlich, so dass sich die Unternehmen auf den Service und die Kundenbindung konzentrieren können.
Erst letzte Woche am 23.11.2020 vermeldete Upco International die Akquisition von Equinox.
Dies ist ein Nischenanbieter aus der Dominikanischen Republik, der die große Anzahl an Einwanderer aus Mittel- und Südamerika sowie der Karibik in die USA mit Telekommunikationsangeboten bedient. Damit können die spanisch sprechenden Migranten, nach der Implementierung von UpcoPay und dem Upco Mobile Messenger, in Sekundenschnelle Geld aus den USA in ihre Heimländer versenden, ohne teure Dienstleister wie Western Union (WKN: A0LA17 ISIN: US9598021098 Ticker: W3U) oder MoneyGram (WKN: A1JNTV ISIN: US60935Y2081 Ticker: 9M1N) nutzen zu müssen.

1&1 Drillisch – 23 Prozent Anstieg voraus?

Die zum Konzernverbund der United Internet AG gehörende 1&1 Drillisch (WKN: 554550 ISIN: DE0005545503 Ticker: DRI) war in den letzten Monaten weniger beliebt bei den Anlegern. Das lag ganz klar an den Differenzen mit Telefonica, welche 1&1 Drillisch seit Juli 2020 höhere Abrechnungen für die Nutzung der Telefonnetze stellt. Aber auch der Ausbau von 5G kostet viel Geld. Das drückt auf die Gewinnmargen des Unternehmens und führte seit August 2020 zu Abgabedruck der Aktie. Doch seit Anfang November stabilisiert sich der Kurs und fängt langsam an zu steigen. Erfolgt nun die Rückeroberung der 20 Euro Marke, dürften die Marktteilnehmer die Schließung der Kurslücke vom 18. September 2020 anstreben. Geschlossen wäre diese Kurslücke bei 24,37 Euro. Vom aktuellen Kursstand, Montag den 30.11.2020, mit 19,76 Euro wäre das ein Kursanstieg von über 23 Prozent. Da die negativen Meldungen der vergangenen Monate eingepreist sind, liegt die Marktüberraschung auf der positiven Seite. Ein Abarbeiten dieses Zieles bis Weihnachten wäre für die leidgeplagten Aktionäre ein schönes Weihnachtsgeschenk.

ADVA Optical – Bereit für den Anstieg

Die ADVA Optical (WKN: 510300 ISIN: DE0005103006 Ticker: ADV) profitiert als Telekomausrüster von der laufenden Digitalisierungswelle. Die Nachfrage nach Bandbreite ist ungebrochen und die LockDowns, mit HomeOffice, HomeSchooling, Zoom-Meetings aber auch das Schauen von Netflix & Co. haben die Nachfrage nach Produkten von ADVA Optical weiter erhöht. Mit den höheren Umsätzen und der steigenden Profitabilität konnte das Unternehmen zuletzt die Nettoverschuldung um über 26 Millionen Euro auf 35 Millionen Euro reduzieren. Die vorgehaltene Liquiditätsposition hat sich ebenfalls im Vergleich zu 2019 auf über 68 Millionen Euro verbessert. Damit ist das Unternehmen gut für anstehende Investitionen gerüstet. Auch die Anfang November 2020 verkündete Umrüstung beim Internetdienstleister Yandex (WKN: A1JGSL ISIN: NL0009805522 Ticker: YDX) auf Produkte von ADVA Optical zeigt das weitere Potential des Unternehmens auf. Yandex ist das Google von Russland und die fünftgrößte Suchmaschine der Welt. Die Umrüstung auf die Produkte von ADVA Optical kommt daher einem Ritterschlag gleich.
Wird die Widerstandsmarke bei 7,83 Euro per Wochenschlusskurs überwunden, wird das Anlaufen der 8,58 Euro Marke sehr wahrscheinlich und würde gleichzeitig neue Jahreshochs bedeuten.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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