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19.01.2021 | 05:45

Der Mobilitätswandel - VW, Alibaba, dynaCERT Inc, Nvidia

  • VW
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Bildquelle: pixabay.com

In den vergangenen Jahren ging es beständig unter Politikern, Mediengesellschaften und sogenannten Experten um die Zukunft der Automobilindustrie. Diese Zukunft könne nur durch eine Transformation hin zur E-Mobilität gewährleistet werden; so zumindest die einhellige Stoßrichtung in den meisten Leitmedien. Auch die Regulatoren auf EU-Kommissionsebene und in der Berliner Regierung sehen diesen Umbau als alternativlos, wenn die sich selbst verordneten Klimaziele erreicht werden sollen. Spannend sind nun die unterschiedlichen Ansätze der nachfolgend vorgestellten Unternehmen, wobei junge innovative Unternehmen einen Transformationsvorteil gegenüber den Konzernen beim Mobilitätswandel haben dürften.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

dynaCERT Inc. – Strategische Zusammenarbeit

Das kanadische Unternehmen dynaCERT Inc. (WKN: A1KBAV ISIN: CA26780A1084 Ticker: DMJ) hat seit dem 11.01.2021 wieder zu einem stärker werdenden Momentum zurückgefunden. Bereits vom Dezember 2018 bis Februar 2020 konnte die Aktie um über 635 Prozent ansteigen. Dann kam der Corona-Crash und auch die Aktie von dynaCERT Inc. kam unter Druck. Im Vergleich zu den Wasserstoffwerten wie Nel ASA oder PlugPower konnte die dynaCERT Inc. Aktie im Laufe des Jahres 2020 jedoch bisher nicht zur alten Stärke zurückfinden und befand sich seitdem in einer volatilen Seitwärtsbewegung. Doch seit dem 11.01.2021 könnte diese Seitwärtsphase verlassen worden sein, denn die Aktie legte einen Kursschub von ca. 50 Prozent hin.

Ist nun der Knoten geplatzt?

Am gestrigen Montag, den 18.01.2021, legte dynaCERT Inc. nach und veröffentlichte die Kooperation mit Martin Technologies. Ziel der beiden Gesellschaften ist die Weiterentwicklung der bestehenden HydraGEN-Technologie von dynaCERT Inc., mittels der der Dieselverbrauch bei LKWs um bis zu 20 Prozent gesenkt werden kann.
Die strategische Zusammenarbeit mit den Spezialisten von Martin Technologies soll die HydraGEN-Technologie weiter entwickeln und zur Serienreife für Neufahrzeuge führen. Dass Martin Technologies das kann, zeigen zig Patente des Unternehmens, die u.a. bei General Motors und dem Cadillac zum Einsatz gekommen sind.

Volkswagen – festigt Marktposition trotz Absatzrückgang

Der Autobauer aus Wolfsburg konnte trotz der Covid-19-Pandemie im Kalenderjahr 2020 insgesamt 9,3 Millionen Fahrzeuge ausliefern. Dabei wurde der PKW-Marktanteil in Europa und Südamerika gesteigert, obwohl der Gesamtabsatz um 15,2 Prozent zurück ging. Mit dem Ausbau der E-Mobilität verdreifachten sich dagegen die ausgelieferten vollelektrischen Fahrzeuge auf 231.600 Stück und die Plug-In-Hybride stiegen um 175 Prozent auf 190.500 ausgelieferte Fahrzeuge.
Konzern-Vorstand Diess will mit der Strategie TOGETHER 2025+ bis 2025 den CO2 Flottenverbrauch von Volkwagen (WKN: 766403 ISIN: DE0007664039 Ticker: VOW3) um 30% reduzieren. Nach seiner Auffassung ist der batterieelektrische Antrieb „die einzige verfügbare Technologie, die sich schnell und zu vertretbaren Preisen in die Breite bringen lässt“. Die Top-Verkäufe bei den vollelektrischen Modellen waren der Volkswagen ID.3 mit 56.500 Fahrzeugen sowie der Audi e-tron mit 47.300 Fahrzeugen.
Bei den Plug-In-Hybriden waren der VW Passat mit 27.200 und der Audi Q5 mit 23.500 Fahrzeugen die meistverkauftesten Modelle.

Alibaba erweitert E-Mobilitätsinvestition

Erst verkündete Baidu die Kooperation mit Geely und nun zieht Alibaba (WKN: A117ME ISIN: US01609W1027 Ticker: AHLA) nach. Alibaba wird nach den Kapriolen um Vorstand Jack Ma und seiner Kritik am kommunistischen Regime nun enger mit dem Staatsunternehmen SAIC Motor und dem Investment-Arm der Stadt Shanghai unter dem Namen Zhiji Auto kooperieren. Dabei hält Shanghai und Alibaba jeweils 18 Prozent, den Rest hält SAIC Motor. Die ersten Autos sollen bereits Ende 2021 ausgeliefert werden. Interessant ist aber auch, dass trotz des Wirtschaftskriegs der USA gegen China der US-Grafik- und Chipproduzent Nvidia (WKN: 918422 ISIN: US67066G1040 Ticker: NVD) seine Produkte noch für die Autos liefern darf. Mit dem Einstieg in das Gemeinschaftsunternehmen könnte sich Alibaba wieder um Wohlwollen bei der Regierung bemühen und damit ein Prestigeprojekt des Staatsunternehmens unterstützen. Das dürfte jedenfalls in Peking gut ankommen und ggf. als Kniefall von Jack Ma akzeptiert werden.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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