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03.03.2021 | 05:44

Das gilt es zu beachten – Barrick Gold, Desert Gold Ventures, First Majestic Silver, West Mining

  • barrick gold
  • Desert Gold
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  • West Mining
Bildquelle: pixabay.com

Seit Anfang August 2020 befindet sich der Goldpreis im Korrekturmodus. Nach einer fast zweijährigen Goldrallye ist eine Korrektur und damit das Durchatmen des Marktes wichtig und völlig normal. Doch diese Korrektur nähert sich nun sehr wahrscheinlich dem Ende. Mit dem Erreichen der 1.735 USD je Goldunze wurde nun die zweijährige Aufwärtsbewegung zu 38,2 Prozent korrigiert. Bei ca. 1.675 USD je Goldunze verläuft zudem eine signifikante Unterstützungszone. Jetzt wird es besonders lukrativ für Antizykliker, sich bei den teilweise überverkauften Goldtiteln umzusehen und die 100-%er von Morgen einzusammeln. Wer noch überhaupt keine Gold- oder Silbertitel im Depot hat, sollte sich diese Gelegenheit jedenfalls nicht entgehen lassen. Zwei bekannte und zwei weniger bekannte Gesellschaften werden daher heute vorgestellt.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Desert Gold – Wann kommt der Ausbruch?

Ein Unternehmen mit viel Aufwärtspotential ist der kanadische Goldexplorer Desert Gold Ventures (ISIN: CA25039N4084 WKN: A14X09 Ticker: QXR2).
Erst letzte Woche berichtete das Unternehmen über das bisher größte Bohrprogramm der Unternehmensgeschichte über 20.000 Metern auf den Projekten SMSZ und Djimbala in Mali. Dort sitzt das Unternehmen geologisch und geografisch gesehen genau zwischen der Fekola Goldmine von B2Gold (ISIN: CA11777Q2099), den Minen Gounkoto und Loulo von Barrick Gold (ISIN: CA0679011084) und den Minen Sadiola und Yatela von dem Konsortium aus AngloGold Ashanti (ISIN: ZAE000043485) IAMGOLD (CA4509131088) und der Regierung von Mali. Auf Grund der reichhaltigen Vorkommen an Gold ist Mali der drittgrößte Goldproduzent von ganz Afrika.

20.000 Meter Bohrprogramm macht Fortschritte

Von den 1.087 geplanten Bohrlöchern per Schneckenbohrungen in 2020, wie auch bei den durchzuführenden Bodenproben konnte von Desert Gold Ventures ungefähr die Hälfte bereits abgeschlossen werden. Die geophysikalische IP-Vermessung ist bereits zu 100% erfüllt und kann nun ausgewertet werden. Die Tiefenbohrungen haben erst kürzlich gestartet und stehen nach aktuellem Plan bei ca. 6% Erfüllungsquote.
Was heißt das nun?
Da die Bodenproben aus dem Bohrprogramm von unabhängigen Dritten ausgewertet werden müssen, dürften in den nächsten Wochen und Monaten regelmäßig Ergebnisse aus den eingereichten Proben erfolgen. Da auch der Goldpreis kurz vor dem Ende der seit August 2020 andauernden Konsolidierung steht, dürfte dem Goldsektor in den nächsten Monaten wieder erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Eintreffende Bohrergebnisse zu Goldfunden beflügeln dann meistens die Explorer wie Desert Gold Ventures und führen zu stark anziehenden Bewertungen. Aktuell notiert Desert Gold Ventures bei 0,165 CAD bzw.0,10 Euro. Das letztjährige Hoch bei 0,35 CAD bzw. 0,23 Euro liegt im Moment 100 Prozent vom aktuellen Kurs weg. Sobald das Unternehmen die Auswertungen der Bohrergebnisse in den kommenden Monaten veröffentlich, dürften diese Hochs schnell wieder übersprungen sein.

West Mining – Kupfer und Gold

Das Gold- und Kupfer Explorationsunternehmen West Mining (WKN: A2QKPS ISIN: CA9546061099 Ticker: 1HL) erwirbt fortgeschrittene und aussichtsreiche Explorationsprojekte im Frühstadium und entwickelt diese weiter, um sie später gewinnbringend abzuverkaufen. Das Unternehmen konzentriert sich derzeit auf das Kena-Projekt im Bergbaurevier Nelson im Südosten von British Columbia. Dieses befindet sich in der sogenannten Bergbauregion „The Golden Arc“. Zwei weitere Goldliegenschaften befinden sich in British Columbia und eine andere in der Nähe von Bathhurst in Neu Braunschweig. Letztgenanntes ist sogar ein seltenes Kobalt-Projekt. Diese Projekte stehen jedoch derzeit nicht im Fokus, denn das Kena-Projekt ist bereits in der Vergangenheit gut erforscht worden und weist gemessene Resources von mindestens 480.000 Unzen Gold aus, und über eine Millionen Unzen an angezeigter und abgeleiteter Ressourcenschätzung. Diese wurden mittels 156 Bohrlöchern und insgesamt 37.000 Metern Bohrlänge bereits ermittelt und geschätzt. Die bisherigen Ergebnisse sollen daher Ende März/Anfang April 2021 in einem neuen technischen NI 43-101 Bericht zusammengefasst und vervollständigt werden, damit West Mining diese auch sauber bilanzieren kann. Zudem hat das Unternehmen durch die überzeichnete Eigenkapitalfinanzierung über 6,6 Millionen CAD eingenommen und kann damit auf dem Kena-Projekt die bisherigen Gold- und Kupferfunde erweitern, denn die südlichen Ausläufer haben bereits über lange Strecken Kupfervorkommen hervorgebracht.

First Majestic Silver – 70% Silber und 30% Gold

Einer der großen Silberproduzenten der Welt ist First Majestic Silver (WKN: A0LHKJ ISIN: CA32076V1031 Ticker: FMV). Die Ergebnisse für 2020 waren gut und der Umsatz konnte im Vergleich zu 2019, trotz geringerer Gesamtproduktion, um 21% gesteigert werden. Damit hat das Unternehmen die Markterwartungen erfüllt und ist derzeit mit USD 17,45 je Aktie fair bepreist. Die Marktkapitalisierung beträgt USD 3,89 Milliarden, der Cash Bestand beträgt USD 238 Millionen und damit sind die für 2021 geplanten Investitionen i.H.v. USD 168 Millionen vollständig durch Eigenkapital finanziert. Mit dem verbleibenden Cash könnte sogar eine USD 142,8 Millionen Wandelanleihe zur Hälfte getilgt werden und mit dem diesjährigen Cashflow ist das Unternehmen defacto schuldenfrei. Durch die permanenten Bohrprogramme von First Majestic Silver konnten die Reserven auf 146,51 Millionen und die Ressourcen auf 228,68 Millionen Silberäquivalente ausgebaut werden.

Barrick Gold – Rekordquartal Q.4 2020 – 100% Gewinnmarge!

Die Aktie von Barrick Gold (ISIN: CA0679011084 WKN: 870450 Ticker: ABR) profitiert trotz des gefallenen Goldpreises enorm. Mit einer AISC Kostenquote in Q. 4 2020 von 929 USD je Unze Gold und einem Verkaufspreis von durchschnittlich 1.871 USD je Unze sprudeln bei dem zweitgrößten Goldproduzenten die Gewinne wie schon lange nicht mehr. Mit einem Gewinn von 941 USD je Unze Gold schloss Barrick Gold das erste Mal mit einer Gewinnmarge von mehr als 100% je Unze ab. Doch Barrick Gold verdient sein Geld nicht nur mit Gold sondern auch mit Kupfer. Seit Q.4 2017 ist auch die Kupferproduktion bis Q.4 2020 von 99 Millionen Pfund um über 20 Prozent auf 119 Millionen Pfund angestiegen. Auch das verbesserte das Gesamtergebnis, denn der Kupferpreis notiert nur ca. 10% unter dem Allzeithoch von 2011. Mit einem EBITA in 2020 von 9,547 Milliarden USD konnte das Unternehmen die Schulden auf 5,16 Milliarden USD senken. Bei dem aktuellen Cash Bestand von 5,19 Milliarden USD ist das Unternehmen defacto schuldenfrei. Mit einer Dividende von 1,74 % p.a. kann sich aktuell jeder an einer Cash Cow beteiligen, deren Gewinne bei zukünftig weiter steigendem Goldpreis noch stärker anziehen werden und deren Dividende im Laufe der nächsten Quartale weiter angehoben werden dürfte.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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„Gold ist Geld – alles andere ist Kredit“, sagte der Bankier J.P. Morgan (1837 - 1913) als einer der einflussreichsten Privatbanker und Unternehmer seiner Zeit bereits vor mehr als 120 Jahren. Jeder, der heute in die Bilanzen der weltweiten Notenbanken schaut und sich die exponentielle Zunahme der neugeschöpften Geldmenge ansieht, dürfte spätestens im Jahre 2021 verstehen, was J.P. Morgan bereits damals gemeint hat. Allein im Februar 2021 stieg diese im Euroraum um 12,3% zum Vorjahresmonat an. Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt und in Geldwerten wie Staatsanleihen und Sparbüchern investiert bleibt, der verliert immer schneller seine Kaufkraft, während Sachwertinvestoren ihre Kaufkraft z.B. via Aktien behalten oder gar erhöhen können. Nur angewandtes Wissen kann zum Schutz der Ersparnisse führen; daher heute drei Alternativen.

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Die 20er Jahre des 21. Jahrhunderts werden wahrscheinlich als Jahrzehnt des weltweiten Umbruchs und der Rohstoffe in die Geschichtsbücher eingehen. Durch die Lockdown-Politik und Schließung ganzer Wirtschaftszweige sind nach einem Jahr bereits massivste wirtschaftliche Auswirkungen sichtbar. Die Knappheit an den verschiedensten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen macht sich in immer mehr Teilen der deutschen wie auch der globalen Wirtschaft bemerkbar. Kunststoffknappheit in der Verpackungsindustrie, Dachlatten bei Dachdeckern, OSB-Platten bei den Innenausbauern usw.. Die Lieferfristen verschieben sich immer weiter nach hinten und die Preise sind teilweise um 50 – 100 Prozent gestiegen. Dazu kommt der wachsende Vertrauensverlust in die Politik. Genau diese Mischung lässt Rohstoffe aller Art deutlich über Jahre steigen, denn verloren gegangenes Vertrauen wird nicht durch „Ehrenerklärungen“ zurückerlangt.

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Kommentar vom 18.03.2021 | 05:45

Eine seit über 6.000 Jahre alte Fluchtwährung übernimmt immer mehr Bedeutung in einer Welt explodierender Schulden, exponentiellen Aufblähens von frisch kreiertem Geld, wie auch einer anziehenden Teuerungsrate. Die seit Anfang August 2020 laufende Korrektur des Goldpreises könnte bereits im März 2021 ein Ende gefunden haben.
Da sich die fundamentalen Rahmendaten für den Goldpreis stetig verbessern und das Vertrauen der weltweiten Anleger in die Regierungen und Staatsanleihen immer weiter schwindet, sollte jeder Investor Gold und Goldaktien in seinem Depot wissen. Aktuell ist die Zeit der antizyklischen Investoren, die größtenteils unterbewertete Goldexplorer und Goldproduzenten günstig einkaufen.

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